Es geht um 11 Milliarden Euro

Deutschland will Athen Zwangskredit nicht zurückzahlen

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Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (l, CDU) und der neue griechische Finanzminister Yanis Varoufakis sprechen am 05.02.2015 in Berlin auf einer Pressekonferenz zu den Medienvertretern

Berlin - Die neue griechische Regierung unter Tsipras fordert von Deutschland einen Zwangskredit aus der Nazi-Zeit zurück. Heute entspräche die Summe elf Milliarden Euro. Doch Deutschland lässt Athen abblitzen.

Die Bundesregierung bleibt hart und hat eine von Athen erneut ins Spiel gebrachte Rückzahlung eines griechischen Zwangskredits an Nazi-Deutschland von 1942 ab. Das Bundesfinanzministerium hält diese Zwangsanleihe über 476 Millionen Reichsmark (Athen fordert dafür heute 11 Milliarden Euro) der griechischen Zentralbank an Nazi-Deutschland im Rahmen des Reparationsvertrages von 1960 für abgegolten, berichtet die „Bild“-Zeitung (Dienstag) aus einer Antwort der Regierung auf eine Anfrage der Linken im Bundestag.

„Infolge des historischen und sachlichen Zusammenhangs der Zwangsanleihe . . . ist diese formal ohne Weiteres als Reparationsforderung . . . zu klassifizieren“, zitiert das Blatt. Damit fällt sie nach Lesart der Bundesregierung unter den Wiedergutmachungsvertrag, den Deutschland und Griechenland 1960 abgeschlossen haben und in dem sich Deutschland damals zur Zahlung von 115 Millionen Mark verpflichtet hatte. In diesem Vertrag sei die Frage der Wiedergutmachung von NS-Unrecht „abschließend geregelt“, heißt es in der Antwort der Bundesregierung weiter.

dpa

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