de Maizière über Umverteilung

Deutschland will "großen Flüchtlings-Anteil" nehmen

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Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU).

Luxemburg - Bei der Umverteilung von 40 000 Flüchtlingen aus Italien und Griechenland will Deutschland „einen großen Anteil“ übernehmen.

Das sagte Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) am Donnerstag bei einem Treffen mit seinen EU-Amtskollegen in Luxemburg. Eine konkrete Zahl nannte der Minister nicht, nach früheren Angaben könnten dies aber mindestens 8000 Migranten sein. De Maizière fügte hinzu: „Allerdings ist das geknüpft daran, dass auch andere Staaten das tun. Auch daran, dass es sich um schutzbedürftige Flüchtlinge handelt.“

Das Thema ist seit Monaten umstritten. Beim EU-Gipfel konnten sich die Staaten zuletzt nicht auf verpflichtende Quoten zur Verteilung einigen. Stattdessen vereinbarten sie, auf freiwilliger Basis Migranten aufzunehmen. Ob die angestrebte Zahl erreicht wird, ist unklar. Der Minister mahnte: „Das Thema Flüchtlinge ist für Europa eine historische Herausforderung. Kein Nationalstaat kann das für sich alleine lösen. Hier brauchen wir mehr und nicht weniger Europa."

Der Minister warnte erneut, dass die Flüchtlingsfrage das Reisen in Europa ohne Grenzkontrollen in Frage stellen könnte: "Wenn viele Staaten sich nicht an die Regeln halten, dann werden wir über kurz oder lang auch über den freien Grenzverkehr diskutieren", sagte der Minister. "Deutschland will das nicht, aber das wird die Folge sein."

dpa/Afp

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