„Die Bürger mitnehmen“

Felix Leist kandidiert als Direktkandidat für Freie Wähler im Wahlkreis Northeim

Ein paar Akkorde auf der Gitarre: Felix Leist greift auch mal gerne zur Gitarre, wenn er mit den Kindern in der Kinderkiste Hardegsen singt. Foto:  hpx

Northeim. Seit 2006 wirkt Felix Leist als beratendes Mitglied im Jugend- und Sozialausschuss der Stadt Hardegsen, seit 2011 engagiert er sich bei Northeim 21 und jetzt kandidiert er als Direktkandidat für die Freien Wähler im Wahlkreis Northeim für den Niedersächsischen Landtag.

„Ich möchte damit ein Zeichen setzen gegen Politikverdrossenheit und Leute dazu bewegen, sich zu beteiligen, wenn es beispielsweise um Projekte wie die Kreisfusion oder große Windparks geht.“

Dieses bürgerliche Engagement zieht sich wie ein roter Faden durch sein Politikverständnis. „Es dreht sich nicht darum, dagegen zu sein, das wird oft missverstanden, es dreht sich darum, den Bürger mitzunehmen.“

Er findet das herrschende Desinteresse an Politik nicht gut. Sie habe sich zu weit von den Menschen entfernt. „Dagegen muss man etwas tun. Das Interesse kommt nicht von alleine zurück.“

Dass der 54-Jährige keine Chance hat, in den Landtag einzuziehen, weiß er, zumal er noch nicht einmal auf der Landesliste steht. Das stört ihn aber nicht.

Auch wenn ihm sein zweites großes Anliegen sehr am Herzen liegt. Dabei geht es dem Erzieher, der den Hardegser Kindergarten „Kinderkiste“ bereits seit 1998 leitet, um seine berufliche Tätigkeit. „Die Personalschlüssel sind zu gering.“ Vor allem für Krippen sei die Personalausstattung wegen des hohen Aufwands „zu schwach“. Es ärgert ihn, dass Bund und Land den Kommunen die Lasten aufdrücken, aber „nicht genügend Geld in die Hand nehmen, um sie zu entlasten“.

Felix Leist, der in Kaiserslautern geboren wurde und einen Teil seiner beruflichen Tätigkeit in Berlin verbracht hat, lebt mit seiner Partnerin in Großenrode. Seine beiden Töchter im Alter von 28 und 24 Jahren sind längst aus dem Haus, nur der 21 Jahre alte Sohn lebt noch bei den beiden. Mit Interesse verfolgt er das Studium der Europawissenschaften seiner jüngeren Tochter. Sie absolviert zur Zeit ein Auslandssemester im polnischen Lodz.

In seiner Freizeit setzt er sich gerne aufs Motorrad, eine BMW 100 R und eine BMW R 80 GS hat er zur Verfügung. „Ich bin Mitglied im Motorradclub Kuhle Wampe.“

Der hat allerdings nichts mit Clubs wie den Hells Angels zu tun. Kuhle Wampe ist Berlinisch und bedeutet so viel wie „leerer Bauch“. Es ist ein Club, der sich dem solidarischen Handeln mit Engagement verschrieben hat. So tritt er unter anderem gegen Atomkraft ein.

Seinen Name hat er in Anlehnung an den Film “Kuhle Wampe oder wem gehört die Welt” von Bertold Brecht erhalten, in dem auch Motorrad gefahren wurde. (hpx)

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