Die richtigen Brillengläser finden

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Optiker bieten für Brillengläser verschiedene Beschichtungen an, die vor Kratzern und Schmutz schützen.

Beim Brillenkauf kommt es auf beides an: Gestell und Brillengläser. Um den Durchblick zu behalten, sollten Sie sich für die richtige Veredelung entscheiden. Sie schützt die Gläser vor Kratzern, Schmutz und störenden Reflexionen.

Brillengläser aus Kunststoff oder Glas

Viele Brillenträger erreichen irgendwann den Punkt, an dem sie wieder unscharf sehen. Dann wird es Zeit für eine neue Brille. Als Erstes stellt sich die Frage nach dem Material: Optiker bieten Brillengläser aus Kunststoff oder mineralischem Glas an. Kunststoffgläser zeichnen sich dadurch aus, dass sie besonders bruchsicher und leicht sind. So sitzt die Brille auch dann bequem, wenn Sie sehr schlecht sehen und dicke Gläser benötigen.

Mineralische Brillengläser sind kratzfester und dünner als solche aus Kunststoff, aber auch deutlich schwerer. Sie werden heute daher kaum noch eingesetzt.

Verschiedene Beschichtungen für Brillengläser

Haben Sie sich für das Material der Brillengläser entschieden, wählen Sie die gewünschten Veredelungen. Diese sind miteinander kombinierbar:

  • Hartschicht-Veredelung: Die Brillengläser werden mit einem speziellen Lack überzogen, der sie vor Kratzern schützt.
  • Lotuseffekt: Diese Beschichtung wirkt antistatisch, wasser- und schmutzabweisend. Fett und andere Verunreinigungen setzten sich weniger schnell auf der Brille ab und Sie müssen seltener zum Brillenputztuch greifen. Manche Optiker bieten die Beschichtung unter dem Namen „Clean Coat“ an.
  • Entspiegelung: Entspiegelte Brillengläser sind lichtdurchlässiger und reduzieren störende Reflexionen und Spiegelungen. Sie sehen dadurch deutlicher.

UV-Filter in Brillengläsern

Ein UV-Filter ist nicht nur in Sonnenbrillen, sondern auch in Klarsichtgläsern wichtig. Achten Sie daher beim Brillenkauf darauf, dass die Brillengläser über einen solchen Filter verfügen. Er schützt Ihre Augen bei normaler Witterung, indem er schädliche UV-A und UV-B-Strahlung absorbiert.

Scheint die Sonne, befinden Sie sich am Strand oder im Gebirge, benötigen Sie einen stärkeren Schutz. Am besten setzen Sie dann eine Sonnenbrille auf, deren Brillengläser mit einem höheren UV-Filter ausgestattet sind. „UV-400“ bezeichnet den Standard. Dieser Filter absorbiert alle schädlichen Strahlen im Wellenlängenbereich 280 bis 400 Nanometer und schützt Ihr Auge optimal.

Selbsttönende Brillengläser

Selbsttönende Brillengläser bezeichnet der Optiker als fototrop. Die Gläser verdunkeln sich bei zunehmender UV-Strahlung und abhängig von der Temperatur. Im getönten Zustand absorbieren die Gläser die UV-A und UV-B-Strahlen vollständig.

Bis die Gläser bei nachlassender Helligkeit wieder aufhellen, dauert es einige Minuten. Das kann störend sein, wenn Sie von der Sonne in den Schatten wechseln. Das Abdunkeln selbst geschieht meist deutlich schneller.

Brechungsindex in Brillengläsern

Die Dicke der Brillengläser hängt vom Brechungsindex ab: je größer der Index, desto dünner die Gläser. Bei Standardgläsern aus Kunststoff beträgt der Brechungsindex 1,5. Wenn Sie eine Brille mit höheren Dioptrienwerten benötigen, lohnt es sich, einen größeren Brechungsindex zu wählen. Ab etwa vier Dioptrien empfehlen Optiker Brillengläser mit einem Brechungsindex von 1,67.

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