Mehr als 350 Vermisste

Dieses Jahr ertranken schon 732 Flüchtlinge im Mittelmeer

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Gefährliche Flucht: Soldaten des Einsatzgruppenversorgers Berlin retten am Schiffbrüchige aus dem Mittelmeer (Archivbild).

Genf - 732 Menschen sind seit Jahresbeginn bei ihrer Flucht vor Krieg, Gewalt und Elend im Mittelmeer ertrunken. 352 Personen werden vermisst.

Das berichtete die Internationale Organisation für Migration (IOM) am Freitag in Genf. Insgesamt kamen 2016 bisher über 177.000 Menschen mit Booten nach Europa. Das ist rund drei Mal so viel wie in den ersten vier Monaten 2015. Die meisten Ankünfte mit über 150.000 gab es in Griechenland.

Mehr Flüchtlinge landen in Italien

Seit Beginn der Umsetzung des EU-Türkei-Abkommenssank die Zahl der Ankommenden in Griechenland aber signifikant. Diese Woche kamen laut IOM alle Flüchtlinge und Wirtschaftsmigranten mit Booten ausschließlich nach Italien. Von einer generellen Verlagerung des Flüchtlingsandrangs seit Beginn des Abkommens könne aber noch nicht gesprochen werden.

In Griechenland erreichten vorwiegend Syrer die Küste, während in Italien hauptsächlich Afrikaner ankamen. Nach griechischen Angaben erreichen in geringer Zahl weiter Migranten mit Booten aus der Türkei die griechischen Ägäis-Inseln.

dpa

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