Digitaler Fortschritt - Ein Kommentar zum digitalen Fernsehen

Alle deutschen Sender werden ab 1. Mai 2012 über Satellit nur noch digital zu empfangen sein. Das sorgt schon jetzt für Diskussionen. Ein Kommentar von Tibor Pézsa, Chef der HNA-Politikredaktion über den technischen Wandel.

Tibor Pézsa

Wann ist man alt? Das ist bekanntlich nicht nur eine Frage der Lebensjahre. Man ist dann alt, wenn man die Welt nicht mehr versteht oder – gravierender – wenn man sie nicht mehr verstehen will. Heute lachen wir über Filmszenen von früher, wo einer sagt: „Zündhölzer? Das ist eine viel zu gefährliche Erfindung, sie wird sich niemals durchsetzen.“ Gut dokumentiert sind Furcht und Unverständnis der Zeitgenossen gegenüber den ersten Dampflokomotiven und Automobilen.

Nachvollziehen können wir das heute kaum noch. Doch während wir über die Weltverweigerer von damals lachen, klopft längst dieselbe Herausforderung an unsere Tür. Natürlich ist die Digitalisierung des Satellitenfernsehens nur eine Winzigkeit inmitten der digitalen Revolution. Aber die verändert unsere Geschichte sehr viel mehr, als es früher selbst die mächtigsten Feldherren vermochten.

Ziehen wir also los, falls wir es nicht schon längst getan haben, und installieren die neuen digitalen Wunderkisten. Wir wollen ja auch noch fernsehen, wenn wir auf einmal alt sind.

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