Nach Geisterfahrer-Unfall

Diskussion: Wie können Falschfahrten verhindert werden?

Frankfurt/Meschede. Bei der Verfolgung eines Geisterfahrers ist ein Polizeiauto auf der A661 bei Frankfurt mit einem anderen Auto zusammengestoßen. Der Streifenwagen verfolgte am frühen Freitagmorgen auf dem Standstreifen der falschen Seite der Autobahn einen Geisterfahrer.

Dabei stieß er aus bislang ungeklärter Ursache mit einem entgegenkommenden Auto zusammen. Dessen 21-jähriger Fahrer erlitt einen Beinbruch, die Beamten wurden leicht verletzt. Der Geisterfahrer flüchtete. Erst am vergangenen Wochenende hatte ein Autofahrer im Sauerland einen Unfall mit fünf Toten verursacht. Unterdessen ist eine Diskussion darüber entbrannt, wie Geisterfahrer verhindert werden können.

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Automobilclubs wie der ADAC oder der ACE fordern, die Verkehrsführung an den Autobahnauffahrten zu verbessern. Dazu könnten Ein- und Ausfahrtrampen getrennt, Schilder beleuchtet oder deutliche Richtungspfeile aufgeklebt werden. In einem bayerischen Pilotprojekt werden Hinweisschilder an Tank- und Rastanlagen aufgestellt. Der deutschen Polizeigewerkschaft Nordrhein-Westfalen geht das nicht weit genug. Sie schlägt den Einbau von Krallen an Autobahnauffahrten vor. Diese Sperren können nur in einer Richtung überfahren werden. Bei falscher Fahrtrichtung zerreißen sie die Autoreifen.

Saarlands Verkehrsminister Heiko Maas (SPD) schlägt zum Stoppen von Geisterfahrern Warnmelder vor. Zusätzlich zu Warntafeln an Auffahrten zur Autobahn regte Maas an, Anlagen zu entwickeln, die über Sensoren Geisterfahrer erkennen und akustisch Alarm geben. (dpa/jce)

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