"Dönermorde": Weitere Festnahme in Hannover

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Die spektakulärste Mordserie Deutschlands scheint geklärt: Die Thüringer Neonazis Uwe B. † (34, links), Beate Z. (36) und Uwe M. † (38) haben möglicherweise alle neun Kleinhändler auf dem Gewissen. Die Waffe aus den Döner-Morden wurde bei ihnen gefunden. Das Motiv: Ausländerhass – und Mordlust. Nun gibt es noch einen weiteren Verdächtigen.

Karlsruhe/Hannover. Die Bundesanwaltschaft hat einen mutmaßlichen Komplizen des Neonazi-Trios festgenommen, das für die Döner-Mordserie verantwortlich sein soll.

Zudem sei die Wohnung des 37-jährigen aus der Nähe von Hannover durchsucht worden, hieß es in einer Mitteilung vom Sonntag.

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Holger G. werde dringend verdächtigt, Mitglied der terroristischen Vereinigung „Nationalsozialistischer Untergrund“ (NSU) zu sein. Auch die mögliche Tatbeteiligung des Beschuldigten an den Morden werde untersucht, hieß es. Die Bundesanwaltschaft war zunächst davon ausgegangen, dass die Mordserie auf das Konto von nur drei NSU-Mitgliedern geht.

Fotos: Der Kasseler Fall

Nazi-Mordserie: Der Kasseler Fall

Das Trio war zuletzt in einer Wohnung im sächsischen Zwickau untergeschlüpft. Zwei Männer wurden inzwischen tot in einem Wohnwagen in Eisenach gefunden, eine tatverdächtige Frau wurde festgenommen. Laut Bundesanwaltschaft stand der Mann seit Ende der 90er Jahre mit den anderen drei Tatverdächtigen in Kontakt. Er soll dem Trio 2007 seinen Führerschein und vor etwa vier Monaten seinen Reisepass zur Verfügung gestellt haben. Zudem soll er mehrfach Wohnmobile für die Gruppierung angemietet haben. Eines der Fahrzeuge soll bei dem Mordanschlag auf eine Heilbronner Polizisten genutzt worden sein. (dpa)

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