Wegen Terrorvorwürfen angeklagt

US-Pastor in Türkei inhaftiert: Trump fordert Erdogan via Twitter zur Freilassung auf

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Gib den US-Pastor frei: US-Präsident Donald Trump (l.) setzt den türkischen Staatschef Recep Tayyip Erdogan via Twitter unter Druck.

Donald Trump ist für seine Twitter-Nachrichten berühmt. Nun wendet sich der US-Präsident an den türkischen Staatschef Recep Tayyip Erdogan. Es geht um einen Pastor aus den USA.

Washington - US-Präsident Donald Trump hat seinen türkischen Kollegen Recep Tayyip Erdogan zur Freilassung des wegen Terrorvorwürfen angeklagten Pastors Andrew Brunson aufgefordert. Dessen Inhaftierung in der Türkei sei eine "totale Schande", schrieb Trump am Mittwoch im Kurzbotschaftendienst Twitter. Brunson, der seit 20 Jahren in der Türkei lebt, sitzt bereits seit Oktober 2016 in Haft. Seit April diesen Jahres läuft der Prozess.

"Erdogan sollte etwas unternehmen, um diesen wundervollen christlichen Ehemann und Vater zu befreien", erklärte Trump. Die Wortmeldung des Präsidenten erfolgte wenige Stunden, nachdem das zuständige Gericht im türkischen Aliaga einen Antrag von Brunsons Verteidigung auf Freilassung ihres Mandanten abgelehnt hatte.

Um ihn geht es: Andrew Brunson sitzt wegen Terrorvorwürfen im Gefängnis.

Beziehungen zwischen USA und Türkei wegen Brunson belastet

Der Prozess gegen den Pastor belastet die Beziehungen zwischen den USA und der Türkei seit längerem. Trump setzte sich bereits zuvor für Brunson ein und kritisierte das Verfahren mehrfach.

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Die Justiz beschuldigt Brunson, die verbotene Arbeiterpartei Kurdistans (PKK) sowie die Bewegung des in den USA lebenden islamischen Predigers Fethullah Gülen unterstützt zu haben. Erdogan betrachtet Gülen als Drahtzieher des gescheiterten Putschs von 2016 an. Dem Pastor, der mit seiner Frau eine kleine protestantische Gemeinde leitete, drohen bis zu 35 Jahre Haft.

In unserem News-Ticker halten wir Sie über alle Nachwirkungen rund um das Trump-Putin-Treffen in Helsinki auf dem Laufenden.

afp

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