Absurde Kosten für Friseurbesuche

Schwere Vorwürfe gegen Trump: Bericht deckt auf - US-Präsident zahlte jahrelang keine Steuern

Seit 2015 weigert sich Donald Trump seine Steuererklärung zu veröffentlichen. Einem Bericht der New York Times zu Folge zahlte der US-Präsident nur 750 US-Dollar Einkommenssteuer im Jahr.

  • Schon in der Vergangenheit wurden Vorwürfe laut, wonach US-Präsident Donald Trump* jahrelang zu wenig Steuern gezahlt hat.
  • Der US-Präsident* weigert sich seit seinem Amtsantritt seine Steuererklärung zu veröffentlichen.
  • Ein neuer Bericht der New York Times erhöht jetzt weiter den Druck auf den 74-Jährigen.

Washington D.C. - Am morgigen Dienstag findet in den USA wohl der Höhepunkt des Wahlkampfs für die US-Präsidentschaftswahl* im November statt: Das TV-Duell zwischen dem amtierenden US-Präsidenten Donald Trump und seinem Herausforderer dem Demokraten und ehemaligen Vize-Präsidenten Joe Biden. So kurz vor diesem enorm wichtigen Termin erhebt die New York Times in einem Bericht nun schwere Vorwürfe gegen Donald Trump.

Donald Trump unter Druck: US-Präsident soll nur 750 Dollar Einkommenssteuer gezahlt haben

Der Zeitung liegen offenbar Steuerunterlagen des US-Präsidenten für die letzten zwei Jahrzehnten vor. Die Dokumente reichen bis zum Jahr 2017, also auch in die erste Amtszeit von Donald Trump als Präsident - 2016 setzte er sich bei den Wahlen gegen Hillary Clinton durch - herein. Und diese Unterlagen haben es in sich. So soll Donald Trump in den Jahren 2016 und 2017 lediglich 750 US-Dollar an Einkommenssteuern gezahlt haben. Zum Vergleich: Ein Grundschullehrer zahlt in den USA im Schnitt 7.239 US-Dollar pro Jahr.

Darüber hinaus geht aus den Unterlagen hervor, dass der US-Präsident in zehn der letzten 15 Jahre gar keine Steuern auf Bundesebene gezahlt hat. Nach Angaben von Donald Trump deshalb, weil er mehr Verluste als Gewinne eingefahren habe. Auch seien mehrere Immobilien des 74-Jährigen in Schieflage geraten, sodass bald Schuldenrückzahlungen in Höhe von mehreren hundert Millionen US-Dollar fällig seien könnten.

US-Präsident wehrt sich gegen schwere Anschuldigungen - Steuervorwürfe seien „Fake News“

Donald Trump regierte auf die Vorwürfe in gewohnter Weise. „FAKE NEWS“, schrieb der US-Präsident in Großbuchstaben auf seinem Twitter-Account. „Ich habe viel gezahlt, und ich habe viele Steuern an den Staat New York gezahlt“, sagte der 74-Jährige weiter. Auch Trumps Anwalt sprach davon, dass die viele „Fakten" aus dem Bericht der Times nicht akkurat seien.

Steuerunterlagen von Donald Trump veröffentlicht - 70.000 US-Dollar für Friseurkosten

Zwar habe Donald Trump in der Zeit vor seiner Präsidentschaft seine TV-Show „The Apprentice“* über die Jahre hinweg mehr als 400 Millionen US-Dollar eingebracht, jedoch soll der US-Präsident mit seinen Hotels und Golf-Ressorts hohe Verluste eingefahren haben. Ein besonders heikles Detail sind allerdings auch diverse Steuerabschreibungen, die Trump in den vergangenen Jahren vorgenommen haben soll. Aus dem Bericht der New York Times geht hervor, dass Trump während seiner Arbeit für "The Apprentice" über 70.000 US-Dollar an Friseurkosten von der Steuer abgesetzt hat. Gleich mehrere Firmen von Trump setzten darüber hinaus über 90.000 US-Dollar für Haar- und Make-Up-Stylisten für seine Tochter Ivanka* ab.

Donald Trump kündigte jedoch an, seine Steuerdaten zu veröffentlichen, sobald die seit Jahren andauernde Buchprüfung der Steuerbehörde IRS abgeschlossen ist. Bereits im Wahlkampf zur vergangenen Präsidentschaftswahl im Jahr 2016 warf die damalige Gegenkandidatin der Demokraten Hillary Clinton Trump vor, er zahle zu wenig Steuern und sei darüber hinaus hoch verschuldet*. Nun könnte auch in diesem Jahr Trumps Steuern zum großen Thema kurz vor der Wahl im November werden.

Schwere Vorwürfe kurz vor dem TV-Duell: Ein Trumpf für Trumps Gegner Joe Biden?

Trumps Gegenkandidat Joe Biden* teilte noch am Sonntag auf Twitter ein Video, in welchem die durchschnittlichen Einkommenssteuerzahlungen von verschiedenen Berufen mit der des US-Präsidenten in Relation gestellt werden. Es gilt als sehr wahrscheinlich, dass Biden Trumps Steuerunterlagen zum großen Angriffspunkt bei der am Dienstag stattfindenden TV-Debatte machen wird. Auch in Deutschland erschien der #TrumpTaxReturns am Montagvormittag in den Trends der am meisten benutzen Hashtags auf Twitter. (fd) *Merkur.de und fr.de sind Teil des Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks

Rubriklistenbild: © Brendan Smialowski / AFP

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