Donald Trumps Peinlichkeiten

Trump macht sich über eigene Anhänger lustig

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Donald Trump in seinem Element, diesmal auf einer Kundgebung in Alabama

Donald Trump beschimpft die eigenen Unterstützer. Nicht zum ersten Mal.

  • Die Fettnäpfchen-Chronik: von missglückten Handshakes bis zu Sprachproblemen
  • Trump erzählt von Flughäfen, die 1775 besetzt wurden
  • Trump imitiert asiatischen Akzent
  • Ärger mit der falschen Megan Rapinoe

Donald Trump ist US-Präsident und er bleibt es voraussichtlich noch bis 2020. Viel Zeit für viele Kopfsprünge in metertiefe Fettnäpfchen – Trumps Paradedisziplin.

Wer soll da noch den Überblick behalten? Wir natürlich! Der FR-Liveticker zu Trumps Peinlichkeiten hält Sie stets auf dem Laufenden darüber, was Trump so treibt. Eine Chronik der Fehltritte.

Update, 19. August, 2019: Ende letzter Woche war Donald Trump dort, wo er sich am wohlsten fühlt: Auf einer seiner Kundgebungen, im Bad der Menge, die aus seinen Hardcore-Unterstützern besteht. Dort bewegt sich Trump wie in Fisch im Wasser, dort wird er emotional, weicht von jeglichem Skript ab, flucht, schimpft und beleidigt abwesende Feinde wie Hillary „Crooked“ Clinton, Joe „Sleepy“ Biden oder Elizabeth „Pocahontas“ Warren.

Manchmal beschimpft er auch den anwesenden, eigenen Anhang. So geschehen in New Hampshire. Auf einer Versammlung im Nordosten der USA ging Trump Frank Dawson an, einen 31-jährigen Polizeioffizier, und erzählte ihm, er habe „ein echtes Gewichtsproblem“. Trumps Rat an Dawson: „Geh heim und beginne mit Sport.“ Anschließend wies Trump das Sicherheitspersonal an, Dawson rauszuschmeißen.

Trump selbst hält Sport - bis auf Golf - für schädlich, und glaubte wohl, bei Dawson handelte es sich um einen der Gegendemonstranten, die kurz zuvor auf der Kundgebung aufgetaucht waren. Es ist aber längst nicht das erste Mal, dass Trump den eigenen Anhang beschimpft. Im Jahr 2016 wollte er eine Frau mit einem neugeborenen Baby aus dem Saal werfen lassen, weil ihm das zuviel schrie.

Trump imitiert asiatischen Akzent und macht sich über Staatsoberhäupter lustig

Update, 13. August, 2019: Ist Donald Trump ein Rassist? Seit Wochen streitet die halbe Welt darüber*, wenn die andere Hälfte sich ziemlich sicher ist. 

Nun hat der US-Präsident auf einer Spendengala in den Hamptons, eine Region an der Ostküste für superreiche US-Amerikaner, offenbar neue Hinweise geliefert, dass er Menschen, die er selbst nicht der weißen Rasse zugehörig zählt, als minderwertig erachtet.

Laut übereinstimmenden Medienberichten der „New York Post“ und des „Rolling Stone Magazine“ hat Trump sich vor den Multimillionären, deren Geld er gerne für den anstehenden Wahlkampf hätte, mit einem pseudo-asiatischen Akzent über Moon Jae, Präsident Südkoreas, und Shinzo Abe, Premierminister Japans, lustig gemacht. Seinen reichen Freunden erzählte Trump außerdem, dass er Abe gefragt hätte, ob die Kamikaze-Piloten im Zweiten Weltkrieg eigentlich betrunken oder auf Drogen gewesen seien.

Doch Trump missachtet nicht alle Asiaten, wie er ebenfalls unter Beweis stellte. Den Anwesenden erzählte er nämlich von seinem „guten Freund“ Kim Jong Un*, Diktator über Nordkorea. Von ihm habe Trump erst vor kurzem „einen wunderschönen Brief“ bekommen. „Die Leute sagen, er würde nur lächeln, wenn er mich sieht“, erzählte Trump von der romantischen Männerfreundschaft der beiden Staatenlenker. 

Ein weiterer Asiat, den Trump zu schätzen weiß, ist Mohammed bin Salman, Kronprinz von Saudi Arabien, Geschäftspartner von Donald Trump* und mutmaßlicher Auftraggeber für den brutalen Mord an Jamal Kashoggi. 

Trump spricht von Toten in Toledo, meint aber einen ganz anderen Ort

Update, 08.08.2019: Die USA wurden innerhalb von nur einem Tag von zwei Amokläufen heimgesucht, die mindestens 29 Menschen das Leben kosteten: 20 Personen starben bei einem rechtsterroristischen Angriff in El Paso, Texas. Neun weitere bei einer Schießerei in Dayton, Ohio.

Doch als Donald Trump in seiner Funktion als US-Präsident vor die Kameras trat, da bat er um Gebete und Gottes Segen für „die Menschen, die in Toledo umgekommen sind“.

Damit liegt Trump genauso daneben wie der demokratische Präsidentschaftskandidat Joe Biden. Der hatte bei einer Rede vor Spendern der Opfer von Houston, Texas, gedacht.

Donald Trump macht Barack Obama für schlechte Belüftung verantwortlich

Update, 29.07.2019: Im Nachgang zur Anhörung von Ex-Sonderermittler Robert Mueller hat US-Präsident Donald Trump ausgewählte Pressevertreter ins Weiße Haus eingeladen, um sich dort einmal mehr über seinen Amtsvorgänger Barack Obama zu mokieren.

Zunächst forderte Trump, den Vertrag über Buchveröffentlichungen zu überprüfen, die Obama und seine Frau Michelle in der Vergangenheit abgeschlossen hatten. Angeblich verdienen die Obamas 65 Millionen US-Dollar mit einem bereits erschienen Buch von Michelle sowie den gesammelten Memoiren von Barack, das im kommenden Jahr erscheinen soll. Trump forderte nebenbei auch noch eine Untersuchung der „Clinton Foundation“.

Donald Trump macht „niemals Urlaub“ im Golfressort

Dann machte Trump Barack Obama und seine Regierung direkt verantwortlich für die angeblich schlechte Klimaanlage im Weißen Haus. Die Obama-Administration habe „eine brandneue Klimaanlage einbauen lassen“. Vorher habe alles super funktioniert, doch nach dem Umbau sei es entweder „eiskalt oder heiß“.

Die schlechte Belüftung des Westfügels im Weißen Haus sei auch der Grund, warum Trump im August mehrere Tage in seinem Golfressort in Bedminster, New Jersey verbringen wird. Das sei selbstverständlich kein Urlaub, sagte Trump. Er würde viel lieber im Weißen Haus bleiben.

Donald Trump: Wegen Miss Universe - der Beste für Puerto Rico

Update, 23. Juli, 13:30 Uhr: Eigentlich hatte Donald Trump vor dem Kamin im Oval Office Platz genommen, um den Fotografen Gelegenheit zu geben, ein Foto von ihm und dem pakistanischen Premierminister Imran Khan zu machen, der gerade in Washington zu Besuch war.

Doch es kam anders: Eine Reporterin sprach Trump auf die Massenproteste gegen Ricardo Rossello an, den Gouverneur Puerto Ricos. Rossello hatte sich in einem privaten Chat abschätzig über die Opfer des Hurrikans Maria im Jahr 2017 geäußert. Das und anhaltende Vorwürfe der Korruption zogen zigtausende Demonstranten auf die Straße - und veranlassten Trump, vom Thema (Pakistan) gänzlich abzuschweifen.

Donald Trump nennt Carmin Yulin eine „Horrorshow“

Zweieinhalb Minuten lang schwadronierte Trump über die Regierung der Insel. Rossello sei schrecklich und inkompetent. Carmin Yulín, die Bürgermeisterin San Juans, eine „Horrorshow“. Er wiederholte außerdem seine alte Lüge, nach der die Bundesregierung dem US-Freistaat nach dem Hurrikan 91 Milliarden US-Dollar zur Verfügung gestellt habe. Doch die Regierung wäre inkompetent und schlecht für das eigene Volk.

Ganz anders als: Donald Trump! Er sei „das Beste, was Puerto Rico jemals passiert sei“. Warum, fragt man sich da. Ganz einfach. Weil er zweimal einen „Miss Universe“-Schönheitswettbewerb auf der Insel veranstaltet habe, bei dem „100 Prozent, das passiert sonst nie, also fast 100 Prozent“ zugeschaut hätten.

Aus den 91 werden dann noch 92 Milliarden US-Dollar. Und der Hinweis, dass Puerto Rico dankbar sein sollte. Denn „Pakistan hätte bestimmt gerne was von dem Geld“, sagt Trump in Richtung des pakistanischen Premierministers, der die ganze Zeit neben Trump sitzt. Doch das Land am Hindukusch habe nur 1,3 Milliarden erhalten, also viel weniger als das bevölkerungsreichste Außengebiet der Vereinigten Staaten von Amerika.

Trump verblüfft über Jesidin Murad: „Sie haben den Friedensnobelpreis erhalten?“

Update, 18. Juli 2019, 15.00 Uhr: Den Friedensnobelpreis würde er ja gerne selbst erhalten. Doch noch hat er ihn nicht bekommen - auch wenn er in den zurückliegenden Jahren immer wieder nominiert worden ist. Doch was weiß Donald Trump eigentlich über den Nobelpreis? Wahrscheinlich nur, dass es der begehrteste Preis der Welt ist. 

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Über die Arbeit und das Anliegen der Friedensnobelpreisträgerin Nadia Murad scheint er jedenfalls kaum etwas zu wissen. Anders ist seine Reaktion auf ein Treffen mit der Jesidin im Weißen Haus kaum zu erklären. Als sie ihm nämlich berichtete, wie ihre Mutter und ihre sechs Brüder umgebracht wurden und dass noch 3000 Jesiden vermisst werden, war er sichtlich verblüfft und fragte erstaunt: „Und Sie haben den Nobelpreis erhalten? Das ist unglaublich. Wofür wurde er Ihnen übergeben?“

Murad erhielt den Friedensnobelpreis im vergangenen Jahr gemeinsam mit dem kongolesischen Gynäkologen Denis Mukwege für ihren Einsatz gegen sexuelle Gewalt in Kriegszeiten. Sie war im August 2014 im Irak von Kämpfern der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) verschleppt und versklavt worden – wie tausende andere Frauen der ethnisch-religiösen Minderheit. 

Nach kurzem Zögern antwortete Murad: „Nach allem, was mir zugestoßen ist, habe ich nicht aufgegeben. Ich mache jedem klar, dass der IS tausende jesidische Frauen vergewaltigt hat.“ Sie bat Trump, „etwas zu unternehmen“. Er solle die irakische Regierung und die Führung der Kurden im Irak dazu bewegen, für eine sichere Rückkehr der Jesiden zu sorgen. Trump, der für sich in Anspruch nimmt, das selbsternannte Kalifat des IS zerstört zu haben, schien ratlos: „Aber der IS ist weg“, wandte er ein. „Und nun sind es die Kurden und wer?“ Kurz darauf versicherte er ihr: „Ich kenne die Gegend gut“. 

Trump soll Iran-Ankommen nur wegen Obama aufgekündigt haben

Update, 14. Juli 2019, 09.15 Uhr: Kim Darroch ist offenbar ein Freund der klaren Worte. Dass er Donald Trump in internen Vermerken als „inkompetent“ und „unsicher“ charakterisiert hatte, war bereits bekannt. Jetzt kommen neue Details ans Tageslicht. Wie die britische Zeitung „Mail on Sunday“ berichtete, zog sich Trump nach Einschätzung des damaligen Botschafters im Mai 2018 aus dem Atomabkommen mit dem Iran hauptsächlich deshalb zurück, weil dieses mit seinem Vorgänger Barack Obama in Verbindung gebracht wurde.

Die US-Regierung setzte auf einen „Akt des diplomatischen Vandalismus, anscheinend aus ideologischen und persönlichen Gründen – es war Obamas Deal“, schrieb Darroch in einem diplomatischen Bericht im Mai 2018, der nun von der „Mail of Sunday“ veröffentlicht wurde.

Donald Trump und sein Amtsvorgänger Barack Obama bei Trumps Amtseinführung im Januar 2017.

Außerdem, so Darroch, gebe es keine „Strategie für den ,Tag danach‘". Zudem scheine es keinen Plan zu geben, sich an die Partner und Verbündeten in Europa oder der Region zu wenden.

Update 13. Juli 2019, 13:25 Uhr: Mal wieder musste US-Präsident Donald Trump in der vergangenen Woche ein Kabinettsmitglied verabschieden. Diesmal reichte Arbeitsminister Alex Acosta seinen Rücktritt ein, in Konsequenz zu seiner Verwicklung in die Affäre um Missbrauchsvorwürfe gegen US-Unternehmer Jeffrey Epstein.

Für Acosta war es „schwerer, vielleicht aber auch nicht“, sagt Trump

Trump tat das leid, Acosta sei Harvard-Absolvent und außerdem hispanischer Herkunft, was Trump bewundere. Denn dadurch sei der gesellschaftliche Aufstieg für Acosta „vielleicht schwerer gewesen, vielleicht aber auch nicht“ (O-Ton des US-Präsidenten).

In unmittelbarer Nähe zu einem sehr lauten Hubschrauber oder Flugzeug äußerte Trump sich außerdem zu seiner Machtfülle, die laut seiner Einschätzung nahezu unbegrenzt sei. Als Grund führte Trump „ein Ding namens Artikel II“ der amerikanischen Verfassung an. „Niemand erwähnt Artikel II, dabei gibt er mir Rechte, wie sie nie zuvor jemand gesehen hat.“

Tatsächlich beschäftigt sich Artikel II der Verfassung mit den Rechten - und Pflichten - des Präsidenten. Daran hat sich aber weder seit der Amtsübernahme noch in den 230 Jahren zuvor seit der Ratifizierung des Gesetzestextes etwas geändert. Und mitnichten gesteht der Artikel dem Staatsoberhaupt absolute Macht zu.

Donald Trump schimpft und der britische Botschafter tritt zurück

Update, 10. Juli 2019, 13:15 Uhr: Kim Darroch ist nicht länger Botschafter Großbritanniens in den Vereinigten Staaten. Das Außenministerium in London teilte mit, dass Darroch sein Amt niedergelegt habe.

Update, 09. Juli 2019, 15:15 Uhr: US-Präsident Donald Trump hat per Twitter verkündet, er würde nicht länger mit dem britischen Botschafter zusammenarbeiten. Mit der drastischen Ansage reagierte Trump auf die Veröffentlichung eines internen Papiers, in dem Sir Kim Darroch, seit 2016 Vertreter der britischen Krone in den Vereinigten Staaten, die Regierung unter Trump als Sicherheitsrisiko und „dysfunktional“ bezeichnet hatte. Das Schreiben hatte die britische „Daily Mail“ veröffentlicht.

Trump bezeichnete Darroch als verrückt und behauptete gleichzeitig, ihn nie getroffen zu haben. Das ist - Überraschung - eine Lüge. CNN berichtet von gleich mehreren Treffen der beiden. Das letzte liegt demnach gerade mal ein paar Wochen zurück: bei Trumps Reise nach Großbritannien.

Im gleichen Tweet griff Trump außerdem Großbritanniens Noch-Premierministerin Theresa May an. Er habe deren Umgang mit dem Brexit sehr kritisch verfolgt. Sie und ihre Repräsentanten hätten ein wahres „Chaos verursacht“. Die einzige Würdenträgerin, die ihn beeindruckt habe, sei die Queen gewesen.

Auch das ist im Übrigen falsch. Während seines Besuches hatte Trump Theresa May überschwänglich gelobt. Auch die Beziehungen zu Großbritannien bezeichnete der US-Präsident seinerzeit als „außerordentlich gut“.

Doch Trumps Ansagen haben bereits Wirkung. Darroch wurde laut Informationen der Daily Mail von einem Treffen Ivanka Trumps mit Liam Fox, Minister für internationalen Handel im Kabinett Mays, ausgeladen. 

Trumps Panne am Unabhängigkeitstag - Schuld war der Teleprompter

Update, 05. Juli 2019, 19:00 Uhr: Donald Trump verwirrte die Menschheit am 4. Juli, als er davon erzählte, wie die revolutionären Truppen unter Führung von George Washington einst britische Flughäfen besetzten. Im Jahr 1775. Doch der US-Präsident erklärte seinen Schnitzer am Tag danach. “Ich kannte die Rede sehr gut, also konnte ich sie ohne Teleprompter halten, aber der ging kaputt und es war überhaupt schwer darauf zu schauen, wegen des starken Regens“, sagte der US-Präsident laut der BBC.

Fassen wir also zusammen: Trump kannte die Rede  auswendig, der Teleprompter, den er deshalb gar nicht benötigt hatte, ging aber kaputt. Sehen konnte er ihn vorher auch nicht, wegen des Regens, und deshalb erzählte er von Flughäfen, die US-Soldaten besetzten, über 100 Jahre, bevor überhaupt ein bemanntes Flugzeug den Erdboden verließ.

Donald Trump spricht von Flughäfen, die im Jahr 1775 besetzt wurden

Update, 05. Juli 2019, 15:03 Uhr: Die Rede zum Unabhängigkeitstag hat Donald Trump gehalten, und entgegen aller Erwartungen ist es dem US-Präsidenten sogar gelungen, weder sich selbst zu feiern noch seine politischen Gegner zu beschimpfen.

Doch ganz ohne Fauxpas bringt Trump solch eine Rede auch nicht über die Bühne. Er blickte mit den Worten zurück, auf den Juni 1775, als aus den revolutionären Truppen eine Armee wurde, die in Donalds Worten „die Wälle stürmte, die Flughäfen übernahm und alles tat, was sie zu tun hatten“. Und das im Jahr 1775. Respekt.

Donald Trump schämt sich für Obdachlose in Washington

Update, 03. Juli 2019: Im Rahmen seines historischen Foto-Moments in der demilitarisierten Zone zwischen den beiden Koreas hat Donald Trump seinem Lieblingssender Fox News in Japan ein Interview gegeben.

Trump setzte sich mit Fox-Moderator Tucker Carlson zusammen und sie sprachen darüber, wie unfair Twitter, Facebook und Google Trump behandeln würden, was ihm aber nichts ausmache, weil er einfach trotzdem gewinnen würde. Der US-Präsident erging sich wieder einmal in Andeutungen, Selbstbeweihräucherungen und Nonsens.

Dann wurde es auf einmal konkret und gleichzeitig auch beängstigend. Carlson bemerkte gegenüber Trump, wie sauber doch die Großstädte Japans im Vergleich zu denen der USA seien. Und Trump legte los: Das Problem mit den Obdachlosen habe vor zwei Jahren angefangen und es sei „eine Schande“. Polizisten würden erkranken, wenn sie nur in den Straßen mit hoher Armut patrouillieren würden.

Auch in Washington habe man das Problem gehabt, doch das habe er, Trump, gelöst. Das stimmt natürlich nicht. Washington DC (District of Columbia) hat nach wie vor ein großes Problem mit Obdachlosen und ihrer Unterbringung. Trump könnte daran auf die Schnelle gar nichts ändern.

Nichtsdestotrotz führt Trump gegenüber Carlson aus, was das Problem mit den Obdachlosen angeht. Nicht, dass offenkundig Menschen in Armut leben, derer man sich annehmen müsste. Auch nicht, dass dies ein Zeichen dafür ist, dass der Aufschwung eben nicht alle in den USA erreicht. 

Nein, Trump stört sich an dem Bild, das andere Staatenlenker von den Vereinigten Staaten bekämen. „Wenn die Führer andere Staaten nach Washington kommen, um den US-Präsidenten zu besuchen und dann so etwas sehen, dann schadet das unserem Land“, sagte Trump, der sich gerade auf die Feierlichkeiten in Washington zum vierten Juli vorbereitet.

Deshalb würde er sich die Sache ganz genau anschauen, und eventuell eingreifen, um die „die ganze Sache aufzuräumen“. Es mag so sein, dass Trump viel erzählt und wenig tut, doch wenn der US-Präsident davon spricht, Obdachlose von den Straßen zu vertreiben, damit diese für ausländische Gäste hübsch aussehen, dann ist vielleicht ein neuer Tiefpunkt erreicht.

Donald Trump empfiehlt Putin, „Journalisten loszuwerden“

Update, 29. Juni 2019: Bei einem Treffen mit Russlands Präsident Wladimir Putin auf dem G20-Gipfel in Japan hat US-Präsident Donald Trump seinem Kollegen empfohlen, unliebsame Journalisten loszuwerden. Bei einem gemeinsamen Fototermin sagte Trump laut dem britischen Guardian: „Werde Sie los. Fake News ist ein großartiger Ausdruck, oder? Ihr habt das in Russland nicht, aber wir schon.“ Putin soll daraufhin auf Englisch geantwortet haben: „Wir haben sie auch. Es ist dasselbe.“

Diese mutmaßlich als Scherz gemeinte Empfehlung Trumps fällt laut der US-amerikanischen Website „Splinternews“ auf den Jahrestag des Amoklaufs in den Redaktionsräumen der „Capital Gazette“ im US-Bundesstaat Maryland, bei dem fünf Menschen starben und zahlreiche weitere verletzt wurden.

Trump hat die Presse in der Vergangenheit immer wieder als „Feinde des Volkes“ bezeichnet und auch in Russland befinden sich Medienvertreter zunehmend in einer Gefahrenlage. Laut dem „Komitee zum Schutz von Journalisten“ sind seit der Amtsübernahme Putins 28 Journalisten in Russland ermordet worden.

Donald Trump attackiert auf Twitter die falsche Megan Rapinoe

Update, 28. Juni 2019: Megan Rapinoe hat eine mögliche Einladung Donald Trumps ins Weiße Haus schon im Vorfeld ausgeschlagen. Die Kapitänin der US-Nationalmannschaft befindet sich mit ihrem Team gerade bei der WM 2019 und hat gute Chancen, von dieser als Weltmeisterin nach Hause zu fahren.

Ins „beschissene Weiße Haus“ will sie aber nicht, das machte Rapinoe mehr als deutlich. Und das konnte Trump nicht auf sich sitzen lassen. In einer dreiteiligen Twitterfolge attackierte der US-Präsident die Fußballerin. Sie solle erst mal gewinnen, eingeladen sei sie auch gar nicht und überhaupt sei die Arbeitslosenrate unter Schwarzen so niedrig wie noch nie (?). Die Angriffe richtete Trump gegen einen Twitter-Account namens @MeganRapino.

Dumm nur, dass sich hinter diesem Profil nicht Megan Rapinoe verbirgt. Deren Twitter-Account lautet @mPinoe. Trump beschimpfte also nicht die Nationalspielerin, sondern laut der LA-Times eine 21-jährige Studentin, die sich für Frauenfußball interessiere, aber vor allem K-Pop-Fan sei. Sie antwortete Trump, der daraufhin die ursprünglichen Tweets löschte und diesmal - im zweiten Versuch - die richtige Rapinoe adressierte.

Donald Trump macht Witze über verstorbenen John McCain

Update, 27. Juni 2019: Auf einer Rede vor einer Gruppe evangelikaler Christen hat US-Präsident Donald Trump sich wohl über den Tod des unlängst verstorbenen Republikaners John McCain gefreut.

Trump sprach darüber, dass selbst als die Republikaner die Mehrheit in beiden Kammern des Kongresses stellten, sie nicht über stabile Mehrheiten verfügt hätten. Weil sie „eine harte Zeit mit manchen Senatoren“ gehabt hätten. Doch die seien „glücklicherweise weg“, „auf zu grüneren Gefielden oder auch weit weniger grüneren Gefielden“. Er sei „sehr glückllich, dass sie weg sind“, wiederholte Trump ein zweites Mal.

Der US-Präsident nannte McCain nicht beim Namen, doch ist der ehemalige Senator aus Arizona der einzige Abgeordnete, der in der Amtszeit von Trump aus dem Leben geschieden war. Und es wäre nicht das erste Mal, dass Trump über McCain lästert.

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John McCain war am 25. August 2018 im Alter von 82 Jahren an einem Krebsleiden verstorben. Obwohl er zeit seines Lebens für die republikanische Partei aktiv war, war Donald Trump nicht zu seiner Beerdigung eingeladen.

Donald Trump fühlt sich belästigt - von Mueller und den Demokraten

Update, 26. Juni 2019: Es ist nur ein paar Tage her, dass wieder eine Frau dem Präsidenten sexuelle Belästigung vorgeworfen hat. Diesmal Elizabeth Jean Carroll. Sie ist die 15. Frau, die derartige Vorwürfe in Richtung Trump erhebt.

Der Präsident verneint alle Vorwürfe, spricht von „Fake News“ und sieht vielmehr sich selbst belästigt. Aktuell von den Demokraten und Sonderermittler Robert Mueller, der nun doch vor dem Kongress aussagen wird.

Diese Neuigkeit veranlasste Trump dazu, einen Tweet mit einer seiner momentanen Lieblingsaussagen zu senden: „Presidential Harassment!“ ist dort zu lesen, frei übersetzt mit „Präsidenten-Belästigung“.

Twitter-Nutzerinnen und -Nutzer reagierten auf Trumps unsensible Wortwahl mit Videos, in denen zahlreiche Frauen ihre Vorwürfe an Trump dokumentierten.

Wer hustet, fliegt - Donald Trump ist wütend auf Mick Mulvaney

Update, 25.06.2019: Mick Mulvaney ist sicher nicht zu beneiden. Er ist kommissarischer Stabschef des Weißen Hauses - und hat damit einen sprichwörtlichen Schleudersitz inne. In seiner Amtszeit hat Trump bereits zwei Vorgänger Mulvaneys gefeuert: Reince Priebus besetzte den Posten gerade mal sieben Monate, sein Nachfolger John Kelly hielt sich zumindest eineinhalb Jahre. Wohl auch deshalb ist Mulvaney bislang nur als „kommissarischer“ Stabschef tituliert worden. Und hat jetzt bereits Ärger mit dem Chef.

Bei einem Interview Trumps mit dem Nachrichtensender ABC hustete Mulvaney und wurde dafür von dem US-Präsidenten des Raumes verwiesen. „Wie ein Praktikant“ beschrieb CNN die Szene.

Und das ist nicht der einzige Grund, warum Trump sauer ist auf seinen wichtigsten Angestellten. Das US-amerikanische Magazin „Politico“ berichtet, dass der US-Präsident immer häufiger seine Unzufriedenheit über Mulvaney zum Ausdruck bringe. Das liege vor allem daran, dass ein Stabschef den Auftrag hat, auch schlechte Nachrichten an den Präsidenten zu überbringen. Schlechte Nachrichten aber mag Trump nicht. Als Quelle für die Information nennt das Magazin gleich vier hochrangige Angestellte des Weißen Hauses.

Um seinen Job muss Mulvaney wohl aber nicht fürchten. Die Blöße, innerhalb von nicht mal drei Jahren ebenso viele Stabschefs zu verschleißen, wird Trump nicht zeigen. Oder doch?

Donald Trump kokettiert mit Verfassungsbruch

Update 17.06.2019: Zum wiederholten Mal hat US-Präsident Donald Trump in aller Öffentlichkeit mit Verfassungsbruch kokettiert. In einem Tweet fragte Trump, dessen Umfragewerte sich aktuell im freien Fall befinden, seine Follower: „Glauben Sie, die Leute würden verlangen, dass ich länger im Amt bleibe?“ Die Frage verband er mit Kritik an den Medien, die er einmal mehr als „Feinde des Volkes“ bezeichnete.

Es ist nicht das erste Mal, dass Trump darüber fantasiert, seine Amtszeit eigenmächtig zu verlängern oder statt nur zwei gleich drei Wahlperioden im Amt zu bleiben - auch wenn das einen Bruch der Verfassung der Vereinigten Staaten von Amerika bedeuten würde. Denn dort steht im 22. Artikel: „Niemand darf mehr als zweimal in das Amt des Präsidenten gewählt werden.“ Einzige Ausnahme war Franklin Delano Roosevelt, der nach 1932 und 1936 auch noch 1940 und 1944 gewählt wurde.

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Die Verfassung wurde dann aber 1951 um ebenjenen 22. Artikel ergänzt und damit eine Tradition gesetzlich festgeschrieben, die von Thomas Jefferson Anfang des 19. Jahrhunderts eingeführt wurde. Nur hat es Donald Trump nicht so mit Traditionen und offenbar noch weniger mit Amtszeitbeschränkungen.

Sarah Sanders kündigt Abschied an - Donald Trump twittert von dreieinhalb Jahren

Update 14.06.2019: Sarah Sanders verkündet ihren Abschied aus Washington. Das Sprachrohr Donald Trumps und seine härteste Verteidigerin gegenüber den „Mainstream-Medien“ will zurück in ihren Heimat-Bundesstaat Arkansas.

Seit Januar 2017, also mit dem Beginn der Amtszeit Trumps, war Sanders im Weißen Haus beschäftigt. Zweineinhalb Jahre also. Das klingt wenig, ist im Personalkarussell, in das Trump die US-Administration verwandelt hat, aber eine ganze Menge.

Für Trump zählen Fakten aber weniger als ihr Klang. Wohl deshalb packt er auf Twitter einfach ein Jahr obendrauf und verkündet, dass Sanders nach „dreieinhalb Jahren“ das Weiße Haus verlässt.

Donald Trump trifft den Prinzen der Wale

Update, 17:05 Uhr: US-Präsident Donald Trump reist um die Welt. Gerade ist er wieder in Washington angekommen von seinem ausführlichen Europa-Trip. Dort hat er viele Regierungsvertreter aus Frankreich, England, Polen und Irland getroffen.

Ein ganz besonderes Meeting dürfte für Trump aber das mit dem Prinzen der Wale gewesen sein. Denn wie oft trifft man schon mal Botschafter aus den Untiefen des Meeres, Gesandte von Poseidon oder wenigstens Triton oder wer auch immer gerade da unten den Dreizack schwingt.

Gemeint hat Trump wohl Wales, das kleine Land neben England mit den unaussprechlichen Ortsnamen und Ryan Giggs. Den Tweet hat er dann auch angepasst.

Klar nimmt Donald Trump schmutzige Infos für den Wahlkampf

Update 13. Juni 2019: In einem exklusiven Interview mit George Stephanopoulos vom US-Nachrichtensender ABC hat Donald Trump einen kleinen Ausblick gegeben, wie der Wahlkampf im kommenden Jahr ablaufen wird: schmutzig, so viel steht fest. Denn der US-Präsident gibt unverblümt zu, dass er Informationen ausländischer Geheimdienste über seine Gegner annehmen und nur im Zweifel das FBI einschalten würde.

Das Interview führte Stephanopoulos mit dem US-Präsidenten in dessen Amtssitz, dem Weißen Haus. Trump zeigte sich während des Gesprächs sichtlich besorgt von seinen schlechten Umfragewerten, die eine ganze Reihe an demokratischen Herausforderern vor dem Amtsträger selbst sehen. Die Zahlen seien falsch sagt Trump, und überhaupt - Hexenjagd!

Donald Trump wedelt mit Papier und erfindet Abkommen mit Mexiko

Update 12. Juni 2019: Noch immer fragt sich die Welt, ob es nun ein neues Einwanderungsabkommen zwischen Mexiko und den USA gibt. Oder eben nicht. US-Präsident Donald Trump behauptet seit dem Wochenende, dass er den südlichen Nachbarn mit der Drohung neuer Einfuhrzölle förmlich in die Knie gezwungen und so ein für die Vereinigten Staaten formidables Abkommen erreicht habe.

Donald Trump mit dem Stück Papier auf dem Rasen vor dem Weißen Haus.

Nur weiß Mexiko anscheinend nicht, von was Trump da spricht. Journalisten vom US-Nachrichtensender CNN und von der Tageszeitung New York Times berichten unisono, dass die größten Teile des angeblich neuen Abkommens eben gar nicht neu sind. Vielmehr wurden sie bereits vor Wochen verhandelt und verkündet. Ein Beispiel dafür ist die Vereinbarung, dass Mexiko Asylsuchende im eigenen Land belässt, während sie auf die Entscheidung über ihren Antrag in den USA warten. Verkündet wurde das von Ex-Heimatschutzministerin Kirsten Nielsen. Vor Monaten.

Doch Trump besteht darauf, dass er, der Dealmaker, ein „sehr einfaches Abkommen“ mit Mexiko ausgehandelt habe, besser als jedes Abkommen, dass es jemals gegeben hat auf der Welt. Zum Beweis wedelt er mit einem Din A4 - Blatt durch die Luft.

Doch Trump scheint irgendwie zu bemerken, dass ein Blatt Papier wohl etwas wenig Platz bietet für ein Einwanderungsabkommen zwischen zwei Industrienationen mit einem Handelsvolumen über 200 Milliarden US-Dollar. Er schiebt also schnell nach, dass es sich nur um die erste Seite handelt. 

Trump möchte aber nicht darüber reden, was denn nun in dem Abkommen steht. Mexiko auch nicht. Außenminister Marcelo Ebrard besteht darauf, dass es keine neuen Vereinbarungen gibt. Egal, was Trump treibt, wedelt oder erzählt.

Donald Trump erklärt den Mars zum Teil des Mondes

Update, 7. Juni 2019, 13.00 Uhr: Wieder ein maximal verwirrender Tweet des Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika. Donald Trump ist der Mond nicht genug, er will gleich den Mars in den Fokus nehmen. Think big! Nur ist Donald Trump offensichtlich der Meinung, der Mond, den die Amerikaner ja längst erobert haben, sei irgendwie Teil des Mars'. Oder so. 

Trump zieht über Nancy Pelosi her

Das Thema Impeachment macht Donald Trump offenbar doch mehr zu schaffen als gedacht. Jetzt hat er auf übelste Weise über Nancy Pelosi hergezogen. Sie sei eine Zumutung, sagte Trump über die 79-Jährige, eine „widerliche, rachsüchtige, furchtbare Person“. Und das, obwohl er eigentlich versucht habe, nett zu der demokratischen Vorsitzenden des Abgeordnetenhauses im US-Kongress zu sein. Ja, ja, nett sein: Erkennt man ja auch am Spitznamen, den Trump ihr gegeben hat: „nervöse Nancy“. 

Und was hat Trump so aufgebacht? Eine angebliche Aussage Pelosis bei einem Treffen mit hochrangigen Demokraten am Dienstagabend. Das Nachrichtenportal Politico hatte sie mit den Worten zitiert: „Ich will nicht, dass er (Trump) seines Amtes enthoben wird. Ich will ihn im Gefängnis sehen.“ Trump reagierte entsprechend: „Das war eine fiese, widerliche, bösartige Bemerkung, während ich im Ausland bin“, sagte Trump in einem Interview des Senders Fox News am Rande der Gedenkfeierlichkeiten zur Landung der Alliierten vor 75 Jahren in der Normandie. Eine Sprecherin Pelosis, Ashley Etienne, sagte laut Sender CNN, sie könne die Aussage nicht bestätigen.

Update, 06. Juni 2019,  14:50 Uhr: Für den Präsidenten der Vereinigten Staaten sind die Feierlichkeiten zum 75. Jahrestag der Landung der Allierten in der Normandie eine Pflichtveranstaltung. Eine Rede muss gehalten und mit den anderen Vertretern der Siegermächte über Nazi-Deutschland Fotos gemacht werden.

Doch selbst dieses historische Ereignis muss warten, wenn Donald Trump mit Fox News sprechen möchte. Sein Haus- und Hofsender schickte Laura Ingraham nach Frankreich, und die Rechtsaußen-Kommentatorin bekam denn sogleich ein Exklusiv-Interview mit Trump. Selbst wenn das bedeutet, dass die Staatschefs aus Frankreich und Großbritannien, dass Veteranen und die halbe Welt eine Viertelstunde auf die Rede des US-Präsidenten warten müssen.

Donald Trump mietet Limousinen bei einem Bestattungsinstitut

10:30: Donald Trumps ganz persönlicher Eurotrip ist noch nicht vorbei. Von London reiste der US-Präsident weiter nach Irland. Dort traf er Leo Varadkar, Premierminister der grünen Insel, und besuchte anschließend seinen Golfclub in Doonberg.

Wie der britische Guardian berichtet, mietete das Weiße Haus für den Abstecher gleich vier Mercedes E-Klassen des irischen Bestattungsinstituts JP Ward & Sons. Das kostet den amerikanischen Steuerzahler eine gute Millionen US-Dollar. 

Einzig benutzen wird Trump die Limousinen wohl nicht. Von Flughafen geht es mit dem Hubschrauber zum Treffen mit Varadkar und ebenfalls per Hubschrauber weiter zum Golfclub, ehe dann die Weiterreise in die Normandie ansteht.

Donald Trump sieht niemanden, der gegen ihn protestiert

Update, 5. Juni 2019,  17:25 Uhr: Ob seine Amtseinführung oder nun sein Besuch in Großbritannien: In Donald Trumps Gehirn werden aus leeren Plätzen jubelnde Menschenmengen und buhende Demonstranten mit riesigen, aufblasbaren Trump-Puppen lösen sich in Luft auf.

So geschehen in London. Bereits im Vorfeld hatten sich zahlreiche Protestkundgebungen gegen den Besuch des US-Präsidenten angekündigt. Tausende Menschen gingen dann auch auf die Straße. Doch Trump wollte das bei einer Pressekonferenz nicht gesehen haben und stempelte es dagegen als „Fake News“ ab.

Einen Tag später legte er auf Twitter nach. Nicht nur seien die Gegenproteste, wenn es sie denn überhaupt gab, erfunden. Vielmehr hätten riesige Menschenmengen ihm zugejubelt und ihre Unterstützung für ihn und die USA zum Ausdruck gebracht. Die Twittergemeinde benötigte nicht allzu lange, um den Gegenbeweis zu erbringen. Stören wird das Trump aber auch nicht.

Prinz William und Harry: Kein Foto mit den Royals für Donald Trump

14:34 Uhr: Donald Trump ist immer noch in London, doch der eine PR-Coup ist ihm nicht gelungen: Ein Foto mit den Superstars der Royals: weder Prinz William und seine Frau Kate, noch Prinz Harry und seine US-amerikanische Angetraute Meghan ließen sich mit dem US-Präsidenten ablichten. Zwar traf zumindest Harry auf Donald, und zwar bei einem Essen der Familie Trump mit den Royals, das der Prinz ohne seine im Mutterschutz befindliche Frau besuchte. Doch ein gemeinsames Foto vermied Harry. Die Gründe liegen auf der Hand (siehe unten). 

Auch Prinz William dürfte wenig Lust haben auf ein Treffen mit dem Mann, der vor knapp sieben Jahren darüber witzelte, dass Williams Frau Kate doch irgendwie selbst schuld sei, wenn Paparazzi illegal Nacktfotos von ihr veröffentlichen würden.

Und beschweren konnte sich Trump darüber auch nicht. Ihm wurde ein Treffen inklusive Foto mit der Queen höchstpersönlich sowie mit Prinz Charles gewährt, die in Sachen Thronfolge vor William und Harry stehen - auch wenn die Prinzenbrüder vor allem in den USA weitaus populärer sind. Gerade für den Wahlkampf 2020 wäre ein Foto mit den beiden, am besten noch mit ihren sehr beliebten Frauen, ein Trumpf für Trump gewesen.

Donald Trump lästert über Londoner Bürgermeister

Update, 03. Juni 2019:  Ärger hatte es bereits vor der Anreise gegeben, als sich Trump ungefragt in die britische Innenpolitik eingemischt hatte. Er favorisiere Boris Johnson als möglichen neuen Premierminister. Aha. Den Londoner Bürgermeister Sadiq Khan, der ihn als eines der „ungeheuerlichsten Beispiele“ für die „wachsende weltweite Gefahr“ durch die politische Rechte bezeichnet hatte, kanzelte er dagegen ab. Rassismus? Aber nein ... 

Trumps Aussagen waren jedenfalls mehr als deutlich. Khan sei ein „Komplettversager“, schrieb Trump auf Twitter, der einen „furchtbaren Job“ mache und sich ihm gegenüber „dummerweise fies“ („nasty“ - Trumps neues Lieblingswort) verhalten habe. Und weil er gerade dabei war, gab er auch Bill de Blasio noch eine mit: Khan erinnere ihn an „unseren sehr dummen und inkompetenten“ Bürgermeister von New York - allerdings sei der Londoner Bürgermeister „nur halb so groß“. 

Eine ganz und gar typische Schimpfkanonade von Trump. Völlig normal auch, dass Trump den Namen des britischen Labour-Politikers als „Kahn“ statt „Khan“ schrieb. Seinem Image als Rüpel macht er bei seinem Staatsbesuch jedenfalls alle Ehre.

Trumps merkwürdiger Handschlag mit der Queen

Anstand? Respekt? Alles Quatsch! Ein Donald Trump lässt sich nichts vorschreiben, auch bei der Begrüßung einer Königin nicht. Das Protokoll sieht zwar vor, dass die Königin ihrem Gegenüber die Hand zuerst reicht, aber wenn eine ältere Hoheit nicht schnell genug ist ...  

Dann geht man einfach auf Queen Elizabeth II zu und macht einen Handshake der besonderen Art. Es handelte sich nämlich nicht um einen normalen Handschlag, sondern um so eine Art Mischung aus Fäusteln (Fist-Bump) und Daumen-Ringkampf. 

Nein, so ergreift man eigentlich nicht die zarte Hand der Queen.

Lesen Sie dazu auch: Donald Trump und die Briten: Demütigung hoch zwei. Der Kommentar. 

Update, 02.06.2019: Wie denn jetzt? Hat Donald Trump nun eigentlich Herzogin Meghan beleidigt oder nicht? Eine Antwort in einem Interview lässt im Grunde keinen Zweifel übrig. „Ich wusste nicht, dass sie so fies gewesen ist.“ Im Original: „I didn’t know she was nasty.“ 

Zuvor hatte Tom Newton-Dunn von der britischen Zeitung „The Sun“ Trump damit konfrontiert, dass Meghan während des Wahlkampfes 2016 den damaligen Präsidentschaftskandidaten in „The Nightly Show with Larry Wilmore“ auf Comedy Central als einen Frauenhasser bezeichnet und seine Politik als spalterisch gebrandmarkt hatte. Zudem wollte sie bei einem Erfolg Trumps nach Kanada auswandern, was sie dann aber doch nicht getan hat. Ihr Weg führte sie vielmehr nach Großbritannien.

Die Sache sollte also geklärt sein, zumal ein Audiomitschnitt des Interviews vorliegt. Aber Trump wäre nicht Trump, würde er einfach so klein beigeben. Nein, das Wort „nasty“ habe er niemals benutzt, schreibt er auf Twitter, das sei alles eine Erfindung der bösen Fake-News-Medien, CNN, NY Times und Konsorten also.

Ob’s demnächst zu einer Aussprache kommen wird? Immerhin wird der US-Präsident mit First Lady Melania an diesem Montag zu einem dreitägigen Staatsbesuch in London erwartet.

Trump will keine modernen Kriegsschiffe

Update, 29.05.2019: Ein weiterer Tag, ein weiterer bizarrer Auftritt von Donald Trump. Diesmal besuchte der US-Präsident die Matrosen auf der USS Wasp, ein sehr großes Kriegsschiff, von dem sogar Flugzeuge starten, das aber nicht als Flugzeugträger geführt wird - fragen Sie jemand anderen, warum.

Bei seiner Rede gerierte sich Trump als Experte für und großer Verfechter von Dampfkatapulten, mit deren Hilfe Flugzeuge von der Rampe derartiger Schiffe starten. Woher der ehemalige Immobilienmakler und Kriegsdienstverweigerer diese Expertise besitzt, bleibt sein Geheimnis. Es ist aber schon länger ein Thema, das den obersten Befehlshaber der größten Armee umtreibt. Bereits im Mai 2017 kritisierte er in einem Interview mit dem „Time-Magazine“ die neuen digitalen Starthilfen und stellte die (rhetorische?) Frage: „Was ist digital?“ 

Grundsätzlich erklärte Trump den versammelten Soldaten, dass aus seiner Sicht die US-Marine sowieso viel zu sehr damit beschäftigt sei, das Kriegsgerät zu modernisieren. Ihn störe es, dass die Verantwortlichen bei den Streitkräften „ständig neue Ideen hätten“. 

Donald Trump kann wohl wirklich nicht schreiben

Update 27. Mai 2019: Donald Trump nimmt es mit der Rechtschreibung nicht allzu genau. Das ist allein dank seines Twitter-Accounts kein Geheimnis mehr.

Doch wie dramatisch die mutmaßliche Legasthenie des US-Präsidenten wirklich ist, das beweist ein Foto handschriftlicher Notizen Trumps. Entstanden ist es bei der so gar nicht spontanen Pressekonferenz, die Trump im Rosengarten des Weißen Hauses gegeben hat, nachdem er ein Treffen mit den Demokraten kurzfristig abgesagt hatte. Veröffentlicht wurde das Bild von der „USA Today“.

Schreiben ist seine Stärke nicht, seine Unterschrift aber beherrscht er: US-Präsident Donald Trump

Trump schreibt - er tippt nicht - gleich mehrere Worte derart falsch, dass Flüchtigkeit nicht länger als Ausrede funktioniert. Wer aus dem Wort „accomplishment“ den Schriftzug „achomlishments“ macht oder statt „intentionally“ „Intentially“ schreibt, der kann es nicht, dieses Schreiben.

Auf den Spott der Twitter-Gemeinde musste Trump nicht lange warten, und fast hat man Mitleid mit dem US-Präsidenten. Denn man macht eigentlich keine Witze über die Schwächen erwachsener Menschen. Doch wie eine Kommentatorin vollkommen zurecht feststellt: Eine Rechtschreibschwäche ist nur dann lustig, wenn es sich um den Präsidenten handelt, der sich selbst regelmäßig als Genie bezeichnet.

Donald Trump beleidigt Joe Bidan, meint aber Joe Biden

Update, 26. Mai 2019: Während eines Besuch in Japan hat Donald Trump mal wieder sein Vertrauen in Kim Jong Un zum Ausdruck gebracht und gleichzeitig noch davon erzählt, wie er mit Nordkoreas Diktator über politische Konkurrenten lästert. Via Tweet teilte Trump mit, dass Kim bei „Sumpfmann“ Biden einen niedrigen „IQ“ vermute, und „sogar schlimmeres“.

Das Problem bei der Sache. Trump war offenbar nicht in der Lage, den Namen des 76 Jahre alten Bidens richtig zu schreiben. Statt „Biden“ stand da „Bidan“. Den Rechtschreibfehler korrigierte Trump später wieder, aber das Internet vergisst zum Glück nicht so schnell.

Ob Wrestling oder Sumoringen: Donald Trump (r.) liebt Kampfsport. Bei einem Besuch in Japan überreicht der US-Präsident dem Gewinner des Tokio Grand Sumo Turniers, Asanoyama (l.), die „Presidents Cup“ genannte Trophäe.

Was Trump sonst noch trieb in Japan? Er golfte. Das mag er gerne. Noch lieber als Golf spielen gewinnt er dabei. Egal wie.

Donald Trump beleidigt Rex Tillerson

Update, 24.05.2019: Kaum jemand verschleißt Mitarbeiter in einer Geschwindigkeit wie Donald Trump. Schon jetzt, in zwei Jahren, hat der amtierende US-Präsident mehr Kabinettsmitglieder ausgetauscht als seine direkten Vorgänger in einer gesamten Wahlperiode. 15 Ministerinnen und Minister mussten unter Trump ihren Hut nehmen. Bill Clinton kam in vier Jahren auf zwölf, Georg Bush Jr. auf vier, Barack Obama auf neun.

Und wer einmal vom Hof gejagt wurde, den trifft der ganze Zorn Trumps. Wie zum Beispiel Rex Tillerson. Trump hatte ihn zum Außenminister ernannt. Er sollte die Interessen der USA im Ausland zu vertreten. Tillerson sei ein „Weltklasse-Spieler“ und würde „ein Star“ werden, da war sich Trump in den Jahren 2016 und 2017 sicher.

Doch der Duktus änderte sich schnell, nachdem Tillerson Trumps Umgang mit Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un kritisierte und dann auch noch Russland  für den Giftgasanschlag auf Sergei Skripal verantwortlich machte. Trump entließ den ehemaligen Chef der Ölfirma Exxon Mobile und schlagartig wurde aus dem erfahrenen „Dealmaker“ ein Faulpelz, dem die „geistigen Fähigkeiten“ für den Job fehlten.

Nun wiederholte Trump eine seiner Lieblingsbeleidigungen in Richtung Tillerson: „Dumm wie ein Stein“ sei er, twitterte Trump. Der Grund: Tillerson hatte sich mit dem Kongress-Ausschuss für internationale Angelegenheiten getroffen. Der Inhalt der Gespräche ist vertraulich, das Treffen allein reicht aber anscheinen aus, Trump  in Rage zu versetzen.

Donald Trump erleidet „Wutanfall“ und stürmt aus Treffen mit Demokraten

Update, 23.05.2019: Wieder einmal knallt es zwischen Trump und Nancy Pelosi. Der US-Präsident hatte ein Treffen mit der Mehrheitsführerin der Demokraten im Kongress nach nur fünf Minuten verlassen und war in den Rosengarten des Weißen Hauses gestürmt. 

Donald Trump gibt ein Statement vor dem Weißen Haus ab. Auf einem Schild fasst er für alle nochmal die Eckdaten der Mueller-Untersuchung zusammen.

Dort gab er ein Statement vor wartenden Journalisten ab. Darin ging es um Altbekanntes:  Den Leuten gehe es gut, der Wirtschaft sowieso. „No Collusion, No Obstruction“ stand auf einem Schild vor seinem Rednerpult.

Die Demokraten im Allgemeinen und Pelosi im Speziellen hingegen beschuldigte er aufs Schärfste. Sie sollten sich was schämen, sagte Trump, dass sie ihn der Vertuschung beschuldigten und Schlimmeres: Demokraten hätten ihm gegenüber das I-Wort in den Mund genommen: Impeachment. Amtsenthebung. Trumps persönlicher Voldemort.

In welcher Art Trump das Treffen mit Pelosi verlassen hat, darüber gibt es unterschiedliche Berichte. Pelosi sprach in einem Brief an ihre demokratischen Kollegen von einem „Wutanfall“, den Trump erlitten habe. Trump selbst schreibt auf Twitter, er sei „absichtlich sehr höflich und ruhig gewesen“.

Donald Trump gibt eine halbe Millionen für Geburtstagsrüße aus - an Donald Trump

Update, 22.05.2019: Selbst ein Jahr vor dem Urnengang ist der Wahlkampf in den USA bereits in vollem Gange. Und soziale Medien spielen selbstverständlich eine große Rolle in den Kampagnen.

Vor allem in der von Donald Trump. Wie die „New York Times“ in einem aktuellen Bericht aufschlüsselt, hat keiner auch nur annähernd so viel Geld für Facebook-Werbung ausgegeben wie seine Wahlkampfkampagne. Ausgespielt wurde die Werbung demnach vor allem an Frauen über 55 Jahren. Die Inhalte variieren, die Stoßrichtung bleibt ähnlich: Barack Obama und Hillary Clinton sind böse, Trump ist toll, Migranten gefährlich.

Macht Donald Trump sich auf Facebook ein Jahr jünger?

Doch ein Ereignis wirft bereits seinen Schatten voraus und wird von Team Trump stärker beworben als alle sonstigen Themenfelder: der Geburtstag des US-Präsidenten. Den feiert er am 14. Juni, Trump wird dann 73 Jahre alt. Laut des Reports investierte seine Kampagne fast 500.000 US-Dollar in Geburtstagsanzeigen. Und nicht nur das: Auf einem Großteil der Anzeigen steht geschrieben, Trump würde 72 und nicht 73 Jahre alt werden.

Geldwäschevorwurf gegen Donald Trump

Update 21. Mai 2019: Laut eines Berichts der „New York Times“ haben Experten der Deutschen Bank in den Jahren 2016 und 2017 geraten, Donald Trump und seinen Schwiegersohn Jared Kushner bei den Behörden anzuzeigen. Laut des Berichts entdeckte im Sommer 2016 eine Kontrollsoftware bei Konten der Immobilienfirma Kushners ungewöhnliche Transaktionen nach Russland.

Die Bank entschied sich jedoch dafür, die entsprechenden Berichte nicht weiterzuleiten. Also alles gut für Trump? Mitnichten! Denn in dem Bericht behauptet Davind Enrich, Finanzredakteur der „Times“, dass die Deutsche Bank über mehrere Jahre das einzige Finanzinstitut war, das bereit gewesen sei, Trump Geld zu leihen. Die Bank habe einen derartigen „Hunger auf Wachstum in den USA“ gehabt, dass sie die schlechten Geschäftsergebnisse Trumps und seinen Ruf als miserabler Schuldner ignorierten. 

Der Vorwurf, kein guter Geschäftsmann zu sein, bringt Trump in Rage - im Gegensatz zum Vorwurf, Geldwäsche mithilfe russischer Banken betrieben zu haben. Und so sendete er am gestrigen Montag eine wahre Twitter-Tirade in den Äther, bestehend aus sieben Tweets, die im Kern folgende Aussagen transportierten:

  • Die New York Times lügt und wird in sechs Jahren pleite sein.
  • Er hat kein Geld von Banken genommen, weil er reich ist und reiche Leute brauchen kein Geld von Banken.
  • Die Medien sind der Feind des Volkes.
  • Er ist wirklich reich. Sehr reich sogar.

Donald Trump will eine schwarze Mauer mit Spitzen - hübsch soll sie sein

17.05.2019: Für viele war Donald Trumps Versprechen, eine Mauer entlang der Grenze zu Mexiko zu bauen, der Grund, den US-Milliardär zum Präsidenten zu wählen. Das war 2016. 

Drei Jahre später ist die Mauer immer noch nicht da. Ein Zaun wird gebaut, den Trump gerne eine Mauer nennt. Auf seinen zahlreichen Auftritten fordert er seine Anhänger auf, den Slogan „Build the Wall“ (Baut die Mauer) doch bitte umzuformulieren in „Finish the Wall“ (Stellt die Mauer fertig).

Donald Turmp mischt sich ein, wenn es um die Optik geht

Doch der Mauerbau wird konkreter und Trump möchte mitreden. Über die Höhe, das Design und die Farbe. Laut eines Berichts der „Washington Post“ forderte Trump bei einem Treffen mit der Behörde des Heimatschutzes, dass die Mauer schwarz gestrichen werden sollte, damit sie sich in der Sonne aufheizen würde und Migranten und Flüchtlinge gar nicht erst auf die Idee kämen, hochzusteigen. Für den Fall, dass sie es dennoch versuchen, verlangt Trump spitze Enden an den Pollern. Laut der Post beschrieb der Präsident „sehr grafisch“ die Art der Verletzungen, die man sich daran zuziehen könne.

Doch Trump will nicht nur eine schwarze Mauer, an der sich Migranten „die Hände abschneiden“ können. Sie soll auch schön sein! „Er denkt, die Entwürfe sind hässlich“, sagte laut der Post ein Teilnehmer des Treffens. Außerdem seien ihm zu viele Öffnungen in der Mauer und die auch noch zu groß. Dagegen sei die Mauer selbst zu klein. Die US-Zeitungberichtet, Trump habe sich in dem Punkt durchgesetzt: Die Mauer werde nun 30 Fuß (9,1 Meter) hoch, statt der geplanten 15.

Kritiker mahnen an, dass die Wünsche des Präsidenten den Mauerbau nicht nur verlangsamen, sie würden die Kosten des Megaprojekts auch noch zum Explodieren bringen. Allein die Instandhaltung würde Millionen verschlingen. „Wenn man die Mauer schwarz streicht, muss man sie immer wieder streichen“, umschreibt ein Mitarbeiter das Problem.

16.05.2019: Trump hat sein präsidentielles Recht auf Gnadenbefugnis genutzt, um den einstigen Medienmagnaten Conrad Black zu begnadigen. Black war vom Obersten Gerichtshof wegen Betrugs und Behinderung der Justiz verurteilt worden. Er soll mit drei Komplizen rund 60 Millionen Dollar unterschlagen haben.

Donald Trump ist immer wieder für neue Peinlichkeiten gut. Aktuell kämpft er für Freiheit für den US-Rapper ASAP Rocky.

Black war einst der drittgrößte Zeitungsherausgeber der Welt. Zu seinem Imperium gehörten unter anderem der Londoner „Daily Telegraph“, die kanadische „National Post“, die „Jerusalem Post“ und die „Chicago Sun-Times“. Er ist Kanadier, besitzt aber auch die britische Staatsbürgerschaft und trägt dort auch den Namen „Lord Black of Crossharbour“.

Das Weiße Haus begründete die Begnadigung damit, dass das Oberste Gericht Teile des Urteils gekippt hatte. Geschadet hat dem Lord aber sicher nicht, dass er, der sich selbst als guten Freund Trumps bezeichnet, 2018 ein Buch eben diesen Trump geschrieben hat. Mit dem Titel: „Donald J. Trump - Ein Präsident wie kein anderer“. 

Donald Trump weiß, was Vögel tötet:Windkraft

15.05.2019:Bei einem Besuch eines Gas-Krafttwerks in Hackberry, Los Angeles, hat Trump den „Green New Deal“ ins Visier genommen. Die Gesetzesinitiative einer Gruppe von Demokraten beinhaltet den schrittweisen, aber vollständigen Umstieg der USA auf erneuerbare Energien. 

Dazu gehört auch die Windkraft. Die sei für die Natur aber gefährlich, zeigt sich Trump besorgt um das Wohl von Flora und vor allem Fauna. Denn Windkraftanlagen seien Vogel-Killer. „Wollen Sie einen Vogel-Friedhof sehen? Dann schauen Sie unter eine Windmühle“, sagte Trump vor den Angestellten des Gas-Kraftwerks.

13.05.2019:  Trump vergisst den Muttertag. Zu twittern gab es scheinbar genug am 12. Mai. 15 Nachrichten schickte Trump an diesem Tag seinen Followern. Das ist selbst für den twitterwütigen US-Präsidenten viel. In den Tweets behandelte Trump seine Lieblingsthemen: den Handelskrieg mit China (alles super für die USA!) und die Untersuchungen von Sonderermittler Robert Mueller (Trump hat nichts gemacht!).

Doch eine Sache vergaß der Präsident: den Muttertag. Er gratulierte weder seiner aktuellen Frau Melania (einen Sohn, Barron), noch seine Ex-Frauen Ivana (drei Kinder: Donald Jr., Eric, Ivanka) oder Marla Maples (eine Tochter, Tiffany).

Donald Trump und der Sport

Donald Trump war wohl nie der große Sportler. Als Milliardär und Besitzer gleich mehrerer Golfplätze ist er aber selbstredend passionierter Golfer - und wohl auch kein schlechter. Das hält ihn aber nicht davon ab, beim Golfen zu betrügen. Laut eines kürzlich erschienenen Buchs betrügt Trump beim Golfen wie „ein Buchhalter der Mafia“.

Einen Baseball werfen kann Trump wohl. Zwar verweigerte er im ersten Jahr seiner Amtszeit den ersten Pitch in der Major League Baseball zu werfen, wie es traditionell durch den US-Präsidenten. In seiner Jugend war er aber wohl ein sehr guter Spieler, der angeblich sogar einmal von einem Profi-Team gescoutet wurde.

Donald Trump und die englische Schrift

Mit dem geschriebenen Wort steht Donald Trump fast genauso auf Kriegsfuß wie mit dem gesprochenen. Das liegt sicher unter anderem an seinem sehr spontanen und vollständig ungefilterten Twitter-Gebrauch zu nächtlicher Stunde. Wie lange aber selbst die härtesten Rechtschreibfehler auf Twitter stehen bleiben, lässt manchmal den Eindruck entstehen, als ob der Präsident es gar nicht besser wüsste. 

Trumps Tweet des Jahres, leider mittlerweile gelöscht.

Die besten Beispiele, zum Teil dann doch gelöscht:

  •  „Covfefe“ – niemand weiß, was genau damit gemeint war. „Cover“ vielleicht?
  • „Peach statt Peace“
  • „unpresidented“ statt „unprecedented“
  • „Tapp my phones“ statt „tap my phones“

Donald Trump und die englische Sprache

Immer wieder scheitert Donald Trump an seiner Muttersprache. Obwohl er von sich selbst sagt, dass er besonders schlau sei und „die besten Wörter“ habe, scheint deren Aussprache ihn zeitweise vor große Probleme zu stellen. Die schönsten Wörter in Trump-Sprech (in Klammern das Original):

  • „Enenonomious, Enanamas“ (Anonymous)
  • „Nambia“ (Namibia)
  • „United Schdates“ (United States)
  • „Nasi“ (Nazi)
  • „Premedication“ (Premeditation)
  • „Euphenism“ (Euphemism)
  • „Diversery“ (Diversity)
  • „Prohess“ (Progress )
  • „Jaroozum“ (Jerusalem)
  • „Peninschula“ (Peninsula)
  • „Momemtum“ (Momentum)
  • „Spay“ (say)
  • „Missouria“ (Missouri)

Sie glauben das nicht, bzw. halten es für maßlos übertrieben? Das ehrt Sie, weil Sie es offenbar gut mit ihren Mitmenschen, speziell mit dem einen aus dem Oval Office meinen. Dennoch liegen Sie falsch und dank Trevor Noahs “Daily Show“ lässt sich das ganz einfach beweisen:

Trump und die Air Force One: Ein Sammelsurium an Peinlichkeiten

Es ist ein Moment voller Magie, wenn Donald Trump in das persönliche Flugzeug des Präsidenten steigt. Regelmäßig entstehen zu diesem Zeitpunkt peinliche Momente, von den TV-Kameras konserviert für die Ewigkeit. Mal klappt seine Frisur derart absurd zur Seite, dass selbst der treueste Trump-Unterstützer argwöhnen muss, der Präsident trage Toupet. 

Oder der Moment, als Trump im Schmuddelwetter von Indianapolis die Gangway hinaufstieg, vom Regen geschützt durch einen Schirm, den er aber nicht schließen will oder kann. Also lässt er ihn einfach fallen. Ganz sachte. Trump verschwindet im Flugzeug, der Regenschirm tanzt einsam am Treppenende im Wind. 

Überhaupt Regenschirme. Die hält Trump am liebsten über sich selbst, wenn er die Air Force One verlässt. Auch wenn das bedeutet, dass er Sohn Barron und Frau Melania im Regen stehen lässt. Wobei Melania sich daran mittlerweile gewöhnt haben sollte.

Der wohl schönste Moment, den Trump und das Flugzeug der Menschheit beschert haben, beinhaltet neben Mensch und Maschine ein Stück Klopapier. Das klebte an Donalds linkem Schuh und flatterte im Wind, als Trump die Präsidenten-Limousine verließ und entschlossenen Schrittes die Gangway hinaufstieg.

Neben der überwältigenden Bildsprache wirft der Moment gleich mehrere Fragen auf: Was hat Trump in der Limousine gemacht? Oder klebte das Klopapier schon vorher am Schuh? Wenn das so war, gibt es keine Person in Trumps Entourage, die es als nötig erachtet, den Präsidenten darauf hinzuweisen, dass ein Stück Klopapier an seinem Schuh klebt?

Donald Trump schubst Premier Dusko Markovic zur Seite

Mai 2017: Die Nato trifft sich in Brüssel. Regierungsvertreter von 29 Mitgliedsstaaten kommen zusammen. Da kann es eng werden auf dem Gruppenfoto, zu dem sich die Regierungschefs am Ende des Gipfels traditionell versammeln.

Donald Trump fürchtet wohl um die Inszenierung, wenn er nicht ganz weit vorne im Bild steht. Er drängelt sich deshalb durch die Reihen der Staatenlenker, bis nur noch Dusko Markovic, Premierminister der Republik Montenegro, vor ihm steht. Den schubst Trump zur Seite, als ob er nicht in Brüssel bei der Nato, sondern im Woolworth am Wühltisch stehen würde. Anschließend richtet er sich in aller Arroganz das Jackett und schaut, als ob nichts gewesen wäre.

Donald Trump ignoriert Angela Merkel

Dezember 2017: Angela Merkel reist in die USA zum Antrittsbesuch im Weißen Haus. Das übliche Protokoll zu solchen Anlässen beinhaltet selbstredend ein Foto im Oval Office. Eine gute Gelegenheit, um trotz aller Differenzen den Willen zur Kooperation zu betonen, für das eigene Wahlvolk im Speziellen und die Menschheit im Allgemeinen. Am besten gelingt das bekanntlich durch einen versöhnlichen Händedruck vor laufender Kamera. Bundeskanzlerin Merkel streckt Trump also ihre Hand entgegen – nicht, weil sie Trump als Menschen schätzt, wie sie das vielleicht bei dessen Vorgänger Barack Obama getan hat, sondern als politische Geste. Außerdem hat sie ihre Hand schon ganz anderen Unmenschen entgegengestreckt, Trump ist bei weitem nicht der Schlimmste.

Er ist aber der Erste, der sich verweigert. Während die ganze Welt zuschaut. Wie ein kleiner trotziger Junge ignoriert er Merkel und schaut einfach in eine andere Richtung. Ein gutes Jahr später besinnt sich Trump, beide setzen sich wieder auf die gelben Sessel im Oval Office und es kommt doch noch zum Händeschütteln vor dem Kamin.

Donald Trump und seine Handschläge – Kabinett der Kuriosität

Nahezu immer, wenn Donald Trump zum Handschlag ausholt, entsteht ein kurioser Moment. Man hat fast den Eindruck, als ob er weder in seiner Zeit als Immobilienmogul noch als Reality-TV Star und schon gar nicht in der Phase als US-Präsident gelernt habe, wie man einem anderen Menschen die Hand schüttelt. Oder dass er in einem Ratgeber gelesen hat, wie man die „Upper Hand“ beim Händeschütteln erringt und den Ratgeber fürchterlich missverstanden hat. 

Was auch immer der Auslöser war, das Ergebnis bekamen gleich mehrere Staatsoberhäupter und hochrangige Politiker zu spüren:

  • Shinzo Abe (Premierminister Japans), dem Trump die Hand beim Schütteln tätschelte.
  • Rodrigo Duterte, Präsident der Philippinen und Bewunderer von Trump. Mit überkreuzten Händen reihte sich Trump in ein Gruppen-Schütteln ein. Währenddessen schaute er, als ob er gerade einem Gitarrensolo seiner Lieblings-Hardrock-Band lauschte.
  • Mitt Romney, den Trump beim Hand schütteln an sich zu reißen versucht hat, was ihm aber misslang, weil Romney offenbar mehr Kraft im Unterarm besitzt als Trump.
  • Kanadas Premierminister Justin Trudeau quetschte Trumps Hand und vermied es durch eine Hand am Oberarm geschickt, dass der US-Präsident ihn in eine Umarmung manövrierte.
  • Die gleiche Erfahrung machten auch Vizepräsident Mike Pence, Richter Neil Gorsuch, Ex-Gouverneur von New Jersey, Chris Christie, und viele, viele mehr.
  • Portugals Präsident Marcelo Rebelo de Sousa drehte den Spieß um und zog Trump an sich heran.
  • Den Versuch, seinen Partner beim Händeschütteln ruckartig an sich heranzuziehen, könnte man fast als Trumps Markenzeichen bezeichnen.

Doch eine besondere Art des Händeschüttelns haben über die vergangenen Jahre Frankreichs Präsident Emmanuel Macron und Trump entwickelt. Beim ersten Mal im Jahr 2017 schienen beide zu versuchen, dem jeweiligen Gegenüber die Hand abzuquetschen. Macron gelang das beinahe. Beim zweiten Mal ließ Trump einfach nicht mehr los, selbst dann nicht, als er Frankreichs Präsidentengattin Brigitte Macron umarmte. Beim dritten Mal wurden sogar Küsschen ausgetauscht und Trump führte Macron an der Faust durch das Weiße Haus. Ja, an der Faust.

Donald Trump starrt ohne Schutzbrille in die Sonne

August 2017: Im Sommer seines ersten Präsidentenjahres verdunkelte sich die Sonne. Nicht, weil Ragnarok vor der Tür stand, sondern weil sich der Mond zwischen Sonne und Erde schob und dadurch eine Sonnenfinsternis auslöste. Möchte man die beobachten, braucht man eine Schutzbrille. Denn in die Sonne, auch die verfinsterte, zu schauen, kann irreparable Schäden an der Netzhaut verursachen. Das weiß vielleicht jedes Kind, nicht aber Trump. Er musste von besorgten Zuschauern darauf hin gewiesen werden, nicht direkt in die Sonne zu blicken, als er mit Melania am Tag der Sonnenfinsternis auf dem Balkon des Weißen Hauses erschien.

Donald Trump beleidigt Frauen

August 2018: Donald Trump umgibt sich bekanntlich gerne mit schönen Frauen. Manche bezahlt er für dieses Vergnügen, andere bezahlt er danach, damit sie seiner jeweiligen Ehefrau nichts von dem Vergnügen erzählen. Nachweislich bestochen hat er zwei Frauen: Karen McDougal, Schauspielerin und Ex-Playmate, und Stormy Daniels, Erotikdarstellerin. Daniels aber fühlte sich von Trump und seinem damaligen Anwalt, Michael Cohen, hintergangen, weshalb sie doch an die Öffentlichkeit ging und ihr Techtelmechtel der Presse schilderte. Mit allen geschmacklosen Einzelheiten.

Januar 2017: Schon bevor Donald Trump die Präsidentschaftswahl im Jahr 2017 gewonnen hatte, war es allgemein bekannt, dass sich der einstige Veranstalter von Miss-USA-Wahlen Frauen gegenüber nicht zu jedem Zeitpunkt wie ein Gentleman verhält. 

Zum Beispiel nicht in dem Moment, in dem er damit prahlte, er könne ihnen einfach ans primäre Geschlechtsorgan greifen. Oder als er im Vorwahlkampf die kritischen Fragen einer Moderatorin von Fox News damit erklärte, dass sie ihre Tage haben müsse. 

Oder noch viel früher, als Trump 1992 laut dem New York Magazine die deutsche Eiskunstläuferin Katarina Witt auf ihr Aussehen reduzierte. Die olympische Goldmedaillensiegerin sei von nahem betrachtet gebaut wie ein American Football-Profi. In einem Interview mit demselben Magazin soll er außerdem gesagt haben, man müsse Frauen wie Scheiße behandeln. Zwei Jahre später verglich Trump in einem Interview mit ABC News Frauen mit Gebäuden und gab zu Protokoll, dass er es für gefährlich halte, Frauen arbeiten zu lassen. Oder als er gegenüber Radiomoderator Howard Stern sagte, er hätte mit Lady Diana schlafen können, man sollte Frauen mit 35 Jahren verlassen, oder dass er sich bei den Miss Wahlen vor der Show immer hinter die Bühne geschlichen habe, um den Kandidatinnen beim Umziehen zuschauen zu können. 

Oder als er überschwänglich die Figur Brigitte Macrons lobte. Erst ihr gegenüber, dann gegenüber ihrem Mann Emmanuel, Präsident Frankreichs.

Donald Trump kennt den Unterschied zwischen Klima und Wetter nicht

Ein Klassiker. Donald Trump glaubt nicht an den Klimawandel und findet diesen widerlegt - im Wetter. Kaum ist es im Frühling mal kälter als ihm lieb ist, twittert Trump in Richtung der Wissenschaftler, wo sie denn nun sei, diese Erderwärmung, und dass man sie angesichts der Kälte gut gebrauchen könne. Allein diesen Witz machte Trump mindestens 30 Mal.

Ganze 116 Mal twitterte Trump in den vergangenen sieben Jahren über die globale Erwärmung. Jedes Mal drückte Trump seine Skepsis darüber aus - als ob man es nicht bei Tweet Nr. 45 spätestens gewusst hätte. 

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