Zentrum für Luft- und Raumfahrt testet Anflugverfahren, das Landungen ermöglicht

Doppellandung im Test

Bekanntes Bild: Ein Flugzeug landet auf einer Landebahn, hier in Berlin. Das neue System, das vom DLR in Braunschweig getestet wird, soll Parallellandungen auf zwei Landebahnen gleichzeitig möglich machen. Foto: dpa

Braunschweig. Um die Start- und Landekapazität von Flughäfen zu erhöhen, hat das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) ein für Europa neues Anflugverfahren am Braunschweiger Forschungsflughafen getestet. Danach können Flugzeuge auch Landebahnen benutzen, die dicht nebeneinanderliegen. Das neu entwickelte Flugführungssystem unterstütze den Piloten dabei, teilte eine DLR-Sprecherin am Donnerstag mit.

So können auf Flughäfen mit parallelen Landebahnen wie in Frankfurt die möglichen Luftverwirbelungen voranfliegender Flugzeuge umgangen werden.

Bisher müssen die Bahnen aus Sicherheitsgründen einen Abstand von mindestens 4300 Fuß (1311 Meter) haben, um als unabhängig voneinander zu gelten.

Ist der Abstand kleiner, muss ein zeitlicher Abstand zwischen den ankommenden Luftfahrzeugen eingehalten werden – auch wenn sie die verschiedenen Landebahnen des Flughafens anfliegen. Grund dafür sind die Luftverwirbelungen der voranfliegenden Flugzeuge. Diese sogenannten Wirbelschleppen können für ein folgendes Flugzeug gefährlich werden.

Über das neue System empfange das Flugzeug automatisch zwei Mal pro Sekunde die Positionsdaten des vorausfliegenden Flugzeugs. „Diese Informationen verarbeitet es“, erläuterte der wissenschaftliche Mitarbeiter des Instituts, Thomas Ludwig den Angaben zufolge.

Beispiel San Francisco

Die Idee, Flugzeuge auf dicht beieinander liegenden Bahnen parallel landen zu lassen, ist nicht neu. In San Francisco beispielsweise fliegen Flugzeuge bei einem hohen Verkehrsaufkommen parallel an.

Die Verantwortung werde auf den Piloten übertragen, der dem voran fliegenden Flugzeug folge, heißt es in der Mitteilung. Da dabei auf Sicht geflogen werde, könne die parallele Staffelung nur bei guten Wetterverhältnissen erfolgen. (lni)

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