Ein Toter und mehrere Verletzte bei Anschlag in Kopenhagen

Bild aus einer Überwachungskamera in der Nähe der Stelle, an der das Fluchtauto abgestellt worden war. Foto: Copenhagen Police
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Bild aus einer Überwachungskamera in der Nähe der Stelle, an der das Fluchtauto abgestellt worden war. Foto: Copenhagen Police
Einschusslöcher in der Tür des Cafés. Foto: Stringer
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Einschusslöcher in der Tür des Cafés. Foto: Stringer
"Jede verfügbare Quelle wird genutzt", sagte Thorning-Schmidt. Foto: Martin Sylvest
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"Jede verfügbare Quelle wird genutzt", sagte Thorning-Schmidt. Foto: Martin Sylvest
Mohammed-Karikaturist Lars Vilks war schon mehrfach Ziel von Anschlägen. Foto: Bjorn Lindgren/Scanpix/Archiv
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Mohammed-Karikaturist Lars Vilks war schon mehrfach Ziel von Anschlägen. Foto: Bjorn Lindgren/Scanpix/Archiv
Die Polizei fahndet nach zwei Tätern. Foto: Mathias Oegendal
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Die Polizei fahndet nach zwei Tätern. Foto: Mathias Oegendal
Der französische Botschafter, der an der Veranstaltung teilnahm, blieb unverletzt. Foto: Niels Ahlmann Olesen/Archiv
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Der französische Botschafter, der an der Veranstaltung teilnahm, blieb unverletzt. Foto: Niels Ahlmann Olesen/Archiv
Polizisten suchen das Gelände um den Tatort nach Spuren ab. Foto: Stringer
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Polizisten suchen das Gelände um den Tatort nach Spuren ab. Foto: Stringer

Kopenhagen (dpa) - Terroralarm in Kopenhagen: Bei einem Angriff auf eine Kulturveranstaltung in der dänischen Hauptstadt sind mindestens ein Mensch getötet und mehrere verletzt worden, darunter drei Polizisten.

Unbekannte feuerten am Samstag mit automatischen Waffen auf das Kulturhaus, in dem der schwedische Mohammed-Karikaturist Lars Vilks und zahlreiche andere Menschen über Kunst, Gotteslästerung und Meinungsfreiheit diskutierten. Die Polizei geht davon aus, dass der Angriff Vilks galt, der schon mehrfach Ziel von Anschlägen war. Die dänische Regierung sprach von einem Terrorakt. Vilks blieb unverletzt, ebenso der französische Botschafter, der unter den Gästen war.

Fünf Wochen nach dem blutigen Anschlag auf die französische Satirezeitschrift "Charlie Hebdo" und den anschließenden Terrorattacken in Paris mit insgesamt 20 Toten lösten die Schüsse in Kopenhagen Panik aus. Zeitweise herrscht Chaos im Umfeld des Tatortes. In den Fenstern des Hauses waren zahlreiche Einschusslöcher zu sehen. Die Polizei löste eine Großfahndung nach den vermutlich zwei Tätern aus.

"Alles deutet darauf hin, dass die Schüsse eine politisch motivierte Attacke darstellen und deswegen ein Akt des Terrorismus sind", sagte Dänemarks Ministerpräsidentin Helle Thorning-Schmidt. Auch Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier sprach in Peru von einem terroristischen Akt, die dänische Polizei zunächst von einer "möglichen Terrorattacke".

Die Polizei fahndete am Samstagabend in ganz Dänemark nach den Tätern, die mit einem dunklen VW Polo auf der Flucht sein sollen. An den Hauptausfallstraßen Kopenhagens wurden Straßensperren errichtet. Die Kontrollen an den Landesgrenzen wurden erheblich verschärft, hieß es. 

An der Fahndung ist auch die deutsche Bundespolizei beteiligt, wie ein Sprecher am Samstagabend auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur sagte. Die dänischen Sicherheitsbehörden hätten um diese Unterstützung gebeten. Es gehe um verstärkte Kontrollen und Fahndungsmaßnahmen im Grenzraum zwischen Deutschland und Dänemark.

Zu den Rednern bei der Veranstaltung in Kopenhagen gehörte auch Vilks. Der französische Botschafter in Dänemark, François Zimeray, war ebenfalls dabei. "Ich bin unversehrt im Gebäude", twitterte kurz nach dem Angriff.

Eine Zeitung hatte 2007 eine Zeichnung von Vilks veröffentlicht, die den Propheten Mohammed als Hund darstellte. Daraufhin wurde im Internet von einem Al-Kaida-Ableger im Irak ein Kopfgeld von 150 000 Dollar auf ihn ausgesetzt worden. Seither war der schwedische Künstler bereits mehrfach Ziel von Extremisten. Im Mai 2010 warfen zwei Männer Benzinflaschen durch ein Fenster in sein Haus.

Im Januar 2014 wurde in den USA die Amerikanerin Colleen LaRose alias "Dschihad Jane" zu zehn Jahren Haft verurteilt, weil sie nach Überzeugung des Gerichts zusammen mit islamistischen Verschwörern Vilks töten wollte. Das Mordkomplott wurde damals nicht ausgeführt. LaRose sei 2008 zwar nach Europa gereist, aber ein Treffen mit den Drahtziehern der Verschwörung kam nicht zustande, hieß es. Die Frau sei dann in die USA zurückgekehrt und später festgenommen worden.

Bericht "Berlingske"

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