DRK-Vizepräsidentin Schenck: Wir stehen für humanitäre Hilfe in Griechenland bereit

DRK-Vizepräsidentin Donata von Schenck zur humanitären Krise in Griechenland

In Griechenland leiden immer mehr Menschen unter der wirtschaftlichen Krise. Das DRK plant Nothilfe-Einsätze, falls sich die Lage weiter dramatisch zuspitzt

Wenn sich die Situation in Griechenland weiter verschlimmern sollte, was plant das Deutsche Rote Kreuz (DRK) an Nothilfe? 

Schenck: Wir stehen für humanitäre Hilfe in Griechenland bereit. Die Griechen haben bereits Schwierigkeiten bei der medizinischen Versorgung. Auch könnte es Engpässe bei der Grundversorgung geben, wenn sich die Finanzlage zuspitzt und sich viele Menschen den Kauf lebensnotwendiger Güter kaum mehr leisten können. Ob überhaupt und wann wir unsere Hilfe starten, hängt von der Entwicklung der nächsten Tage und Wochen ab.

In welchen Regionen Griechenlands würde das DRK eingreifen? 

Schenck: Wenn wir helfen, machen wir dies über unsere Schwesterorganisation vor Ort, dem Griechischen Roten Kreuz, das flächendeckend im Land vertreten ist. Das Griechische Rote Kreuz weiß dann, wo die Not am größten ist und wo am dringendsten Hilfe gebraucht wird. Dort würden wir uns mit ganz konkreten Maßnahmen einbringen.

Gibt es bereits Hilfsanfragen aus Griechenland ans DRK? 

Schenck: Es gibt noch keine konkreten Anfragen. Klar ist, dass unter der schwierigen Situation besonders Rentner, arme und kranke Menschen leiden, aber auch Flüchtlinge. Derzeit bereitet das DRK deshalb ganz konkret ein Flüchtlingshilfeprojekt in Griechenland vor.

Zur Person

• Donata Freifrau Schenck zu Schweinsberg (64) ist Vizepräsidentin des Deutschen Roten Kreuzes. Sie lebt in Hausen (Schalm-Eder-Kreis) und zeitweilig in Berlin.

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