FDP droht mit Abschaffung des Religionsunterrichts

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Frankfurt. Falls es an hessischen Schulen künftig keinen Islam-Unterricht geben sollte, erwägt der FDP-Landesvorsitzende Jörg-Uwe Hahn, auch den christlichen Religionsunterricht abzuschaffen.

„In meiner Partei gibt es eine Diskussion darüber, ob ein säkularer Staat weiterhin erkenntnisorientierten Religionsunterricht anbieten soll“, sagte er der „Frankfurter Rundschau“ (Samstag). Er habe in dieser Frage eine klare Position - „für christlichen Religionsunterricht und für Religionsunterricht für andere anerkannte Religionsgemeinschaften“, sagte Hahn.

Die Grünen warfen ihm daraufhin vor, Christen und Muslime gleichermaßen zu verunsichern. Es sei „empörend, dass Herr Hahn die Unfähigkeit von CDU und FDP, sich in dieser Angelegenheit zu einigen, auf dem Rücken der christlichen Schülerinnen und Schüler und deren Eltern austrägt“, sagte Grünen-Geschäftsführer Mathias Wagner am Samstag in Wiesbaden. Die FDP habe dem von ihr geführten Kultus- sowie Justiz- und Integrationsministerium alle rechtlichen Möglichkeiten, eine entsprechende Gesetzesvorlage zu erstellen.

Hahn äußerte unterdessen in der „FR“ auch die Hoffnung, noch in der laufenden Legislaturperiode den Islamunterricht einführen zu können - das wäre dann spätestens im Schuljahr 2013/14. Der CDU-Fraktionsvorsitzende Christean Wagner und auch sein bildungspolitischer Sprecher Hans-Jürgen Irmer hatten in den vergangenen Tagen die Einführung eines Islam-Unterrichts abgelehnt. (dpa)

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