Im dunklen Oktober steigt die Gefahr von Wildunfällen wieder

Kassel. Mit der früher einsetzenden Dunkelheit und dem Ende der Maisernte steigt die Gefahr von Wildunfällen auch in Hessen. Jäger machen allerdings Hoffnung, dass der Unfallrekord des vergangenen Jahres in den kommenden Monaten nicht erneut gebrochen wird.

Weil es im Jagdjahr 2012/2013 (bis Ende März) vergleichsweise wenige Eicheln und Buchen gegeben habe, sei die Zahl der Rehe, Wildschweine und Hirsche zuletzt zurückgegangen, schätzte der Sprecher des hessischen Landesjagdverbandes (LJV), Klaus Röther. „Weniger Wild, weniger Unfälle“, rechnete er vor.

Der Verband warnt aber auch, im anstehenden Winter sei dies wieder anders. „Wir werden eine gute Eichelmast haben, das dürfte sich auch auf die Nachwuchsrate der Tiere und die Zahl der Unfälle auswirken“, sagte Röther der Nachrichtenagentur dpa.

Auf hessischen Straßen hatte die Zahl im vergangenen Kalenderjahr einen Höchststand erreicht. Registriert wurden laut Innenministerium rund 17 900 Zusammenstöße, vier Menschen wurden getötet. Der Schaden lag bei mehr als 25 Millionen Euro. Bundesweit wurden 2012 laut ADAC mehr als 3000 Menschen bei einem Wildunfall verletzt, über 600 von ihnen schwer. 20 Menschen kamen ums Leben. (lhe)

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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