Kommentar zum Erfolgsdruck der GDL

Egoistischer Streikführer: "Stillstand auf der Schiene" 

Stefan Vetter über die angekündigten Streiks der Lokführer

Bahnkunden müssen sich warm anziehen. Wenn nicht noch ein Wunder geschieht, dann stehen Zugausfälle und massive Verspätungen unmittelbar bevor. Die Lokführer hatten sich in der vergangenen Woche mit satter Mehrheit für einen Arbeitskampf ausgesprochen. Damit steht ihre Gewerkschaft GDL massiv unter Erfolgsdruck. Ein Kommentar von Stefan Vetter.

Nun ist das Streikrecht in Deutschland ein hohes Gut. Und eigentlich versteht es sich von selbst, dass ein Streik möglichst vielen wehtun muss, sonst bleibt er wirkungslos.

Beim aktuellen Tarifkonflikt irritiert allerdings zutiefst, dass es GDL-Chef Klaus Weselsky vor allem um mehr Macht auf Kosten einer anderen Arbeitnehmervertretung geht, der größeren Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft EVG. Weselsky bringt jedoch das gesamte Gewerkschaftslager in Verruf, wenn er einen aggressiven Konfliktkurs in eigener, egoistischer Sache fährt. Den Stillstand auf der Schiene kann das nur unnötig verlängern. Die notorische Zerstrittenheit ist ja gerade der Grund dafür, warum über die eigentlichen Tarifforderungen mit der Bahn überhaupt noch nicht verhandelt wurde.

E-Mail an den Autor: nachrichten@hna.de

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