Ehemaliger Bin-Laden-Fahrer aus Guantánamo-Haft entlassen

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US-Angaben zufolge werden noch 114 Männer in Guantánamo festgehalten. Foto: Shawn Thew/Archiv

Washington (dpa) - Die USA haben einen ehemaligen Fahrer des Al-Kaida-Chefs Osama bin Laden aus dem Gefangenenlager Guantánamo auf Kuba freigelassen. Das gab das US-Verteidigungsministerium am Dienstagabend (Ortszeit) in Washington bekannt.

Abdul Schalabi sei nach Saudi-Arabien überstellt worden, hieß es weiter. Eine eingehende Überprüfung habe ergeben, dass Schalabi kein Sicherheitsrisiko mehr für die USA darstellt. Nunmehr werden den Angaben zufolge noch 114 Männer in dem Lager festgehalten.

US-Präsident Barack Obama will die umstrittene Einrichtung schließen, ist aber bisher vor allem am massiven Widerstand der Republikaner im Kongress gescheitert. Das Lager auf dem US-Marinestützpunkt Guantánamo Bay war 2002 nach den Anschlägen vom 11. September 2001 und dem Beginn des Militäreinsatzes in Afghanistan eröffnet worden - mit der Absicht, Terrorverdächtige ohne Kriegsgefangenen-Status dort festzuhalten.

Zeitweise befanden sich mehr als 800 Männer in dem Lager. Anklagen oder gar Prozesse gab es in Guantánamo nur selten - die meisten Gefangenen wurden und werden ohne Gerichtsverfahren oder rechtlichen Beistand festgehalten.

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