Parteienstreit über grünes Steueronzept

Grüne: Ehepaare der oberen Mittelschicht sollen mehr zahlen

Berlin. Mit heftigem Streit um jüngste Steuerforderungen der Grünen ist der Wahlkampf voll entbrannt. Union und FDP sehen Arbeitsplätze und Wettbewerbsfähigkeit aufs Spiel gesetzt. Das Steuerkonzept der Grünen birgt nach Expertenberechnungen längst nicht nur Belastungen für Spitzenverdiener.

Bereits Ehepaare der oberen Mittelschicht würden so zum Teil kräftig belastet, zitiert die Süddeutsche Zeitung den Berliner Steuerrechtsexperten Frank Hechtner.

Danach müssten in Westdeutschland lebende Ehepaare mit zwei Kindern schon ab 5151 Euro brutto im Monat mehr Steuern zahlen. Verdient ein Paar 6000 Euro im Monat, müsste es davon zusätzlich 105,97 Euro an den Fiskus zahlen, im Jahr also 1271,64 Euro. Wer als Paar 10.600 Euro im Monat verdient, muss laut Hechtner mit einem Steuernachteil von fast 7200 Euro im Jahr rechnen. Der Grund für die Belastung sind dem Bericht zufolge gelante Änderungen der Grünen am Ehegattensplitting.

Grünen-Spitzenkandidat Jürgen Trittin hat geplante Steuererhöhungen seiner Partei im Fall eines Sieges bei der Bundestagswahl verteidigt. „Wir entlasten alle Bürgerinnen und Bürger, die weniger als 60.000 Euro im Jahr verdienen“, sagte er im Deutschlandfunk. Dies seien 90 Prozent der Bevölkerung. (dpa)

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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