Viele Ehrenamtliche engagieren sich

Wir helfen Flüchtlingen. Sie auch? - Hier können Sie sich melden

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Viele HNA-Leser engagieren sich für Flüchtlinge.

Flüchtlinge kommen in so großer Zahl nach Deutschland wie seit dem Zweiten Weltkrieg nicht mehr. Viele Menschen helfen ihnen ehrenamtlich. Und auch Sie können etwas tun.

Wir haben mit der Caritas darüber gesprochen, was die Flüchtlinge brauchen und wie Ehrenamtliche helfen können:

Sie arbeiten mit Flüchtlingen Fahrräder auf, sie unterstützen Hilfsorganisationen wie Caritas und Diakonie in Kleiderkammern und Stadtteiltreffs, sie begleiten Flüchtlinge zu Ärzten, beim Einkaufen, helfen bei einer Prüfungsvorbereitung und auf dem Rathaus, sie betreuen Spielenachmittage für die Kinder der Neuankömmlinge, sie helfen den Fremden und deren Familien bei der Wohnungs- und Kita-Suche.

Eine Übersicht aller Initiativen und Organisationen mit Flüchtlingsarbeit im Verbreitungsgebiet der HNA befindet sich im Aufbau (siehe unten).

Organisationen und Initiativen, die in die Liste aufgenommen werden wollen, können sich melden (Kontakt unten im Artikel).

Die Flüchtlingskrise hat in ganz Deutschland zahllose Helfer auf den Plan gerufen. Auch im gesamten Verbreitungsgebiet unserer Zeitung engagieren sich viele Ehrenamtliche – auf dieser Seite zeigen wir einige. Unter ihnen, oft als Übersetzer, sind auch einstige Flüchtlinge, die längst in Deutschland angekommen sind, hier arbeiten, integriert sind und nun die selbst erfahrene Hilfe zurückgeben und weiterschenken wollen.

Eben mal anrufen?

Die Menge der Neuankömmlinge, die hier versorgt werden muss, stellt die Hilfsorganisationen vor große Aufgaben. Eben mal anrufen und die sofortige Abholung eines alten Sofas oder völlig zerfetzter und unvollständiger Brettspiele aus den Siebziger-Jahren zu verlangen – das ist keine Hilfe. Wer Flüchtlingen helfen will, muss sich auf Menschen einlassen wollen, ihnen auf Augenhöhe begegnen, wie Hilla Zavelberg-Simon von der Kasseler Caritas sagt. „Sie haben schon ein Leben geführt, bevor sie hierher kamen. Es ist nicht so, dass sie nicht wissen, wie Leben geht“, sagt sie. Und: „Sie brauchen zwar Hilfe, sind aber nicht hilflos.“

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Wer helfen will, sollte sich überlegen, wie sein Engagement aussehen könnte. Eher mit Menschen oder lieber in Dokumentation und Verwaltung? Einmal kurz oder dauerhaft, verbindlich, zuweilen auf Jahre hinaus? Vieles wird gebraucht. Vor allem aber auch Zuverlässigkeit, gerade im Umgang mit Menschen. Fahrdienste werden oft gebraucht. Ärzte sowieso und Hebammen. Die Kasseler Caritas möchte ein Nähcafé organisieren und sucht Menschen, die gut schneidern können und das gern vermitteln.

Bevor die Arbeit der Helfer beginnt, brauchen die meisten Flüchtlinge aber erst Abstand von ihren oft schrecklichen Erfahrungen. Das Wichtigste, was Helfer dann schenken können, ist Hilfe beim Deutschlernen. Und das beginnt und wirkt schon in den kleinsten Alltagskontakten.

Engagement für Flüchtlinge: Wir helfen! Sie auch?

Geduld und Ausdauer 

Was die, die mithelfen wollen, auch bedenken sollten: Die Hilfsorganisationen müssen genau schauen, wen sie wo einsetzen können, wer was kann – und sie müssen dabei rechtliche Vorgaben einhalten und eventuell auch einen Versicherungsschutz bedenken.

Geduld und Ausdauer auf allen Seiten sind gefragt. Ehrenamtliche müssen wissen, dass sie oft auch mit sehr leidvollen Geschichten konfrontiert werden. Eventuell auch im Fall einer Abschiebung. Umgekehrt berichten nicht wenige auch von neuen, tiefen Freundschaften.

Hier können Sie helfen

Zurzeit organisieren sich viele Hilfs-Initiativen. Wer Flüchtlingen helfen will, findet darüber hinaus Ansprechpartner in allen Stadt-, Gemeinde- und Kreisverwaltungen, Kirchengemeinden und den örtlichen Verbänden von Hilfsorganisationen wie Caritas und Diakonie, Johannitern und Deutschem Roten Kreuz.

Eine Übersicht aller Initiativen und Organisationen mit Flüchtlingsarbeit im Verbreitungsgebiet der HNA befindet sich unten im Aufbau. Organisationen und Initiativen, die in die Übersicht aufgenommen werden wollen, können eine Email an online@hna.de mit folgenden Angaben schreiben:

- Name der Initiative oder Organisation

- Was kann gespendet werden

- Wann kann gespendet werden

- Wo kann gespendet werden (Straße, Hausnummer und Ort)

- Ansprechpartner (Telefonnummer und/oder Email)

 

Hilfe für Flüchtlinge in Stadt und Kreis Kassel

Das Regierungspräsidium hat eine E-Mail-Adresse eingerichtet, unter der man Hilfe für Flüchtlinge anbieten kann: heae-calden@rpks.hessen.de. (Das RP empfiehlt die Hilfe oder die Spende möglichst genau zu beschreiben, damit die Angebote koordiniert und bei Bedarf abgerufen werden können. Weil in der Erstaufnahmeeinrichtung Calden keine Möbel oder Hausrat benötigt werden, bittet das Regierungspräsidium Kassel von diesen Spenden abzusehen.)

Die Johanniter haben ein Spendentelefon eingerichtet. Dort werden Fragen darüber beantwortet, was gebraucht wird und wo man Spenden abgeben kann. Telefon 05674/21 53 35 6.

Kleiderspenden kann man an den Sammelstellen des Roten Kreuzes abgeben.

In Kassel: Königstor 24, 34117 Kassel, Telefon: 0561/19219.

Im Kreis: Weddel 10, 34233 Fuldatal, Telefon: 0561/9810990.

In Hofgeismar: Friedrich-Pfaff-Straße 1.

Außerdem können Kleiderspenden in allen Rote Kleidercontainern des DRK eingeworfen werden.

Geldspenden:

DRK Kreisverband Hofgeismar e.V.
Stichwort: „Flüchtlingshilfe Calden“
IBAN: DE05 520 503 530 1000 11410
BIC: HELADEF1KAS

Familienzentrum Lighthouse - Ein Treffpunkt für alle e.V.:

Seit einem Jahr öffnet das Familienzentrum Lighthouse seine Caféhaus-Tür montags zwischen 15 und 18 Uhr. Liegt es doch versteckt auf dem Gelände der ehemaligen Graf-Haeseler-Kaserne, konnte es über die Monate einigen regelmäßigen Gästen mit gutem Kaffee und Kuchen und wertvollen Gesprächen dienen. Seit ca. drei Monaten kann es sich aber vor lauter Gästen aus den unterschiedlichen Kulturen und Nationen kaum "retten". Und das ist gut so. Seitdem gibt es die Gemeinschaftsunterkunft Harmony auf besagtem Kasernengelände. Und genau diese Bewohner sind bei uns herzlich willkommen. Aus dem anfänglichen Schnuppern ist mittlerweile eine herzliche Gemeinschaft aus Besuchern gewachsen, die gerne das Café aufsuchen. Nicht zuletzt wegen des leckeren selbtgebackenen Kuchens, nein auch, weil die Flüchtlinge dort sofort deutsch lernen können, über ihre Geschichte reden, Fußball spielen und Gitarre lernen können.

Es ist ein Ort, an dem jeder willkommen ist. Und: Wir haben 50 Flüchtlinge, die unser Angebot in Anspruch nehmen. Ein Tisch bleibt den Gästen vorbehalten, die einfach mal reinschnuppern und Kaffee und Kuchen genießen wollen.

So kann geholfen werden

Viele freiwillige Helfer packen mit an, backen Kuchen, spülen das Geschirr, räumen auf, spielen mit den Kindern, besorgen Kleidung und geben Unterricht. Weitere Informationen gibt es unter www.familienzentrum-kassel.de. Freiwillige Helfer können sich im Familienzentrum an der Mendelssohn-Bartholdy-Str. 20 in Kassel, unter Telefon 0561/350 297 96 oder per E-Mail post@familienzentrum-lighthouse.de melden.

Kirchengemeinde St. Joseph, Kassel:

- Was kann gespendet werden: "Alles außer Möbel" - Kleidung, Spielsachen, Haltbare Lebensmittel, Hygieneartikel.

Mehr Infos:

- facebook.com/helferfuerkassel

- twitter.com/sanktjosephhilf

- Webseite der Kirchengemeinde

- Wann kann gespendet werden: Mo-Sa 7.30 bis 15 Uhr (Sonntag 12 Uhr) oder nach Absprache.

- Wo kann gespendet werden: Marburger Str. 87, Gemeindehaus hinter der Kirche (Nähe Marienkrankenhaus).

- Ansprechpartner: Pfr. Stefan Krönung, 0561.83459

FAIRändern e.V. - Umsonstladen Wolfhagen + Umsonstladen Kassel:

- Was kann gespendet werden: Spielsachen, Haushaltssachen, Koffer, Rucksäcke, Werkzeug. Möbel werden nach Absprache abgeholt (wir vermitteln Ansprechpartnerin), keine Kleidung.

- Wann kann gespendet werden: Nach Absprache: 05692-9948431 (bitte auf AB sprechen, Privatnummer, rufen zurück).

- Wo kann gespendet werden: Wenige Teile (max. kleiner Karton voll) können zu den Öffnungszeiten abgegeben werden: Frankfurter Str. 60, Kassel, Mo: 15-18 Uhr

- Ansprechpartnerin: Anne Heuckeroth-Hartmann, Burgstr. 31a, Wolfhagen (oberhalb Marktplatz), Mo + Do: 15-18 Uhr, Di + Sa: 10-13 Uhr

- Ansprechpartnerin: Nadine Schomburg, Thomas Bölke: 05692-9948431

Ökumenischer Arbeitskreis „Flüchtlingsarbeit in der Region Wolfhagen“:

Was kann gespendet werden:

  • Geld
  • Zeit und Gaben in der Mitarbeit bei den Projekten (Sprachkurse, International Garden, etc.)
  • Patenschaften (Begleitung von Familien und Kindern, Nachhilfeunterricht)

Kirchenkreisamt Hofgeismar-Wolfhagen
IBAN DE 25 520 635 5000 0000 9334
Raiffeisenbach Wolfhagen
Stichwort: Kirchenkreis Wolfhagen – Ökum. Arbeitskreis „Flüchtlingsarbeit in der Region Wolfhagen"

Wo kann gespendet werden?

Dekan Dr. Gernot Gerlach, Wolfhagen, 05692 – 99 66 30 Dekanat.Wolfhagen@ekkw.de

 

Hilfe für Flüchtlinge im Kreis Hersfeld-Rotenburg

Kontaktdaten für Menschen, die sich ehrenamtlich engagieren wollen:

Für die Erstaufnahmeeinrichtung in der Alheimer-Kaserne gibt es noch keinen direkten Ansprechpartner. Wer sich engagieren möchte, kann sich daher an die Stadt Rotenburg wenden, E-Mail: magistrat@rotenburg.de, Telefon 06623 93301.

Die evangelische Kirchengemeinde Rotenburg organisiert ein Café International im Dietrich-Bonhoeffer-Haus, Kirchplatz, wo sich Asylbewerber und Einheimische jeden Mittwoch, 15.30 bis 17.30 Uhr, begegnen können. Ansprechpartnerin ist Birgit Stein, Telefon 06623 5682.

 

Hilfe für Flüchtlinge im Kreis Göttingen

Mit der "FreiwilligenBörse" versucht das Land Niedersachsen ehrenamtliches Engagement mit dem Bedarf der Helfer vor Ort zu koordinieren: www.freiwilligenserver.de

Zentraler Anlaufpunkt für Leute, die Flüchtlingen in Stadt und Landkreis Göttingen helfen wollen ist das Migrationszentrum für Stadt und Landkreis Göttingen, Weender Straße 42, 37073 Göttingen, Tel. 0551-55766, www.migrationszentrum-goettingen.de, E-Mail: info@migrationszentrum-goettingen.de

Sprechzeiten:  

montags 10-13 Uhr

dienstags 10-13 Uhr

mittwochs geschlossen

donnerstags: 10-13 Uhr

freitags 10-13 Uhr

 

Hilfe für Flüchtlinge im Kreis Waldeck-Frankenberg

Der Landkreis Waldeck-Frankenberg hat eine Broschüre für Ehrenamtliche erstellt, die in der Flüchtlingsarbeit tätig sind. Wer das Heft beim Landkreis bestellen möchte, kann sich an Herrn Jansen, Tel. 05631/ 954-227, Frau Koridze Araújo, Tel. 05631/ 954-200, oder Frau Müller, Tel. 05631/ 954-889, wenden.

Netzwerk zur Integration von Flüchtlingen in Frankenberg: Einer der ehrenamtlichen Helfer ist Herbert Keim, Tel. 06451/3762 oder E-Mail Emde-Keim@t-online.de

Gabi Schütz engagiert sich für Flüchtlinge in Frankenau und hat dafür einen runden Tisch gegründet. In unterschiedlichen Abständen finden Kennenlern-Treffen (Kaffeetrinken) zwischen Frankenauern und Asylbewerbern statt. Außerdem hilft sie bei der Organisation von materiellen Hilfeleistungen für die Asylbewerber. Tel. 06455/8374.

 

Hilfe für Flüchtlinge im Werra-Meißner-Kreis

Helga Finger, Vorsitzende des Vereins Sozialkreis Bad Sooden-Allendorf, Tel. 05652/2729, E-Mail: helga.finger@t-online.de

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