Präsidenten-Kandidat Joachim Gauck im Porträt

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Der im Kriegsjahr 1940 als Kapitänssohn in Rostock geborene Gauck wollte in der DDR eigentlich Journalist werden, erhielt aber keinen Studienplatz für Germanistik.
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Also studierte er nach dem Abitur evangelische Theologie und wurde Pfarrer.
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Im Wendejahr 1989 engagierte sich Gauck im Neuen Forum. Dort kümmerte er sich um die Aufdeckung des Überwachungsapparates der DDR.
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Dieses Aufgabenfeld sollte Gauck in den folgenden elf Jahren nicht mehr loslassen. Das Amt des „Bundesbeauftragten für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen DDR“ übte er überaus streitbar aus.
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Konflikten geht der streitbare Intellektuelle also nicht aus dem Weg und der Kampf für die Freiheit ist sein Lebensmotto.
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Über das höchste Staatsamt hat der redegewandte Gauck zudem präzise Vorstellungen: „Als Repräsentant des ganzen Volkes kann der Bundespräsident zwischen den Regierten und den Regierenden vermitteln und zu einer besseren Verständigung zwischen ihnen beitragen.“
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Ab 2001 war Gauck deutsches Mitglied des Verwaltungsrates der "Europäischen Stelle zur Beobachtung von Rassismus und Fremdenfeindlichkeit".
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Gauck war bereits 2010 für das Amt des Bundespräsidenten nominiert worden. Damals scheiterte er im dritten Wahlgang.
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Dass er bei der durch Horst Köhlers überraschenden Rücktritt nötig gewordenen Wahl knapp an Wulff scheiterte, änderte nichts an seinem gewachsenen Stellenwert. Als brillanter Redner ist der 72-Jährige im In- und Ausland weiter gefragt.

Berlin - Joachim Gauck soll die Nachfolge des zurückgetretenen Bundespräsidenten Christian Wulff antreten. Doch wer ist der 72-Jährige und für was steht er?

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