Weltkulturerbestätten veranstalten erstmals einen gemeinsamen Aktionstag

Einblick in Harzer Schatzkiste

Museumsbergwerk Rammelsberg: Dort können die Besucher man eine alte Bahn für die Fahrt unter Tage benutzen. Foto: dpa

Goslar/Osterode. Der Westharz ist eine einzigartige kulturelle Schatzkiste. Gleich dreimal ist die Region in der Welterbe-Liste der Unesco vertreten, nach der Altstadt von Goslar und dem Bergwerk Rammelsberg erhielt 2010 auch die Oberharzer Wasserwirtschaft die begehrte Auszeichnung. Kaum ein Tourist weiß jedoch, welche Bauwerke im Einzelnen zu diesen Welterbestätten gehören.

Am kommenden Sonntag, 3. Juni, können sich Interessierte einen besonderen Eindruck von der Vielfalt dieser Kulturlandschaft verschaffen. Anlässlich des Unesco-Welterbetages laden die Harzer Welterbestätten zu einer Spurensuche ein.

Die Veranstaltung ist eine Premiere. Erstmals präsentieren sich die drei Harzer Welterbestätten mit einem gemeinsamen Programm. Zuvor hatte es jahrelang Querelen zwischen den Kommunen gegeben, auf deren Territorium sich die einzelnen Welterbestätten befinden. Hierzu gehören die Landkreise Goslar und Osterode sowie die Stadt Goslar und die Samtgemeinde Oberharz. Inzwischen sind die Konflikte beigelegt. Vor einem Jahr hat die neu gegründete Harzer Welterbe-Stiftung ihre Arbeit aufgenommen, und auch die Personalfrage ist geklärt. Stiftungsdirektor wird der bisherige Leiter des hessischen Braunkohle-Bergbaumuseums in Borken, Gerhard Lenz. Er tritt sein Amt im Juli an, gleichzeitig wird er in Personalunion auch die Geschäftsführung des Erzbergwerks Rammelsberg in Goslar übernehmen.

Das gemeinsame Harzer Welterbe berge ein enormes touristisches Potential, sagte Lenz. Dies zeigt sich schon jetzt: So ist die Veranstaltung am Sonntag bereits im Vorfeld auf ein großes Besucherinteresse gestoßen.

Besuche lohnen sich

Besuche der zahlreichen Museen und Baudenkmäler sowie des Erzbergwerkes Rammelsberg lohnen sich. „Wir zeigen dabei auch Orte, die sonst nicht zugänglich sind“, sagt die Koordinatorin des Welterbetages, Gesine Reimold. Viele Einrichtungen können sonst nur im Rahmen von Gruppenführungen besucht werden. Die Organisatoren des Welterbetages hoffen auch auf einen langfristigen Effekt. Von der Fläche her seien die Harzer Welterbestätten das größte Weltkulturerbe in Deutschland, sagte Carola Schmidt vom Harzer Tourismusverband. Um alles sehen zu können, müssen Touristen schon einige Tage einplanen – und damit länger im Harz bleiben. (pid)

www.rammelsberg-blog.de

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