Euthanasie-Krankenhaus, Arbeits- und Konzentrationslager: Gedenkstätten der Region

Einblick in die Orte des Leidens

Kalt und karg: Eine Haftzelle des ehemaligen Konzentrationslagers Breitenau im Schwalm-Eder-Kreis. Foto: Gentner

Von außen Gotteshaus, von innen Hölle: Die Nazis hatten im Mittelschiff der Klosterkirche Breitenau Gefangene ihres Konzentrations- und Arbeitserziehungslagers eingesperrt. Gestapo-Gefangene teilten sich dort enge Massen-Duschen und kalte, karge Hafträume. Dieser Ort des Schreckens ist einer von vielen Gedenkstätten in der Region.

• In der Gedenkstätte Breitenau/Guxhagen kann man diese ehemaligen Haftzellen besichtigen. Zudem gibt es Originaldokumente aus der Nazizeit und Aufzeichnungen der Tragödien einzelner Inhaftierter. Kontakt: 0 56 65/35 33 www.gedenkstaette-breitenau.de

• Das Dokumentations- und Informationszentrum (DIZ) Stadtallendorf zeigt das Schicksal von zehntausenden Zwangsarbeitern in Munitionsfabriken rund um Allendorf. Darunter waren tausend ungarische Jüdinnen, die aus Auschwitz zur Munitionsproduktion nach Allendorf verlegt wurden. Ein Teil der Gebäude ist noch erhalten. Im Museum sind Kleidungsstücke der Zwangsarbeiterinnen ausgestellt: Dünne Stoffe, mit denen sich die Frauen gerade mal bedecken konnten. Kontakt: 0 64 28/70 74 24 www.diz-stadtallendorf.de • Die Gedenkstätte Trutzhain in Schwalmstadt steht auf dem Gelände eines ehemaligen Kriegsgefangenenlagers. Dort sieht man Reste von mehreren Massengräbern. Die Ausstellung in den Räumen der ehemaligen Baracke der KZ-Wachen zeigt die Spuren von Häftlingen aus der ganzen Welt: Sie arbeiteten an Skulpturen, Gemälden und Porträts, um die Monotonie des Lagerralltags auszuhalten. Kontakt: 0 66 91/71 06 62 www.gedenkstaette-trutzhain.de

• Die KZ-Gedenkstätte Moringen in Niedersachsen zeigt zwei Ausstellungen: Die eine dokumentiert das Männer- und Frauen-KZ, die andere das Jugend-KZ – die Lager waren zwischen 1933 und 1945 für politisch Verfolgte und vermeintlich Kriminelle eingerichtet worden. Kontakt: 0 55 54/25 20

www.gedenkstaette-moringen.de

• Die Gedenkstätte Hadamar bei Limburg zeigt die Gräuel eines Euthanasie-Krankenhauses. Behinderte und psychisch Kranke wurden hier umgebracht. Teile der Gaskammer und der Standort der Krematorien sind heute noch sichtbar. Kontakt: 06433/917172 www.gedenkstaette-hadamar.de (hhg)

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