Zusammenstöße in Mailand

Eine Woche vor der Wahl: Zehntausende Italiener gehen auf die Straße

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Das Innenministerium sprach von „vereinzelten und begrenzten Spannungen“ auf Italiens Straßen.

Eine Woche vor der Parlamentswahl in Italien haben am Samstag Zehntausende Menschen in verschiedenen Städten des Landes demonstriert.

Update vom 3. März 2018: Wie wählt Italien am Sonntag? Wir haben bereits die letzten Umfragen und Prognosen zur Parlamentswahl 2018 in Italien zusammengefasst.

Mailand/Rom - Deutlich mehr Menschen als erwartet nahmen in Rom trotz schlechten Wetters an einer antifaschistischen Demonstration teil. Sie verlief friedlich, wie ein Polizeisprecher am Abend sagte. Die Organisatoren hatten mit 25 000 Menschen gerechnet. Auch Ministerpräsident Paolo Gentiloni und sein Vorgänger Matteo Renzi waren kurzzeitig dabei. Laut Innenministerium gab es am Samstag landesweit 119 kleinere und größere Demonstrationen, 5000 Sicherheitskräfte waren im Einsatz.

Zusammenstöße in Mailand

In Mailand füllte der Chef der rechtspopulistischen Lega-Partei, Matteo Salvini, mit seiner Kundgebung den zentralen Domplatz. Bei Protesten gegen die rechtsextreme Casapound, die ebenfalls eine Veranstaltung in der Stadt abhielt, kam es zu Zusammenstößen zwischen Sicherheitskräften und Studenten, wie der „Corriere della Sera“ berichtete. Das Innenministerium sprach von „vereinzelten und begrenzten Spannungen“. Auch in Palermo waren angesichts eines Aufzugs der rechtsextremen Forza Nuova Zusammenstöße zwischen Demonstranten rechter und linker Lager befürchtet worden.

Am 4. März wählen die Italiener ein neues Parlament. Ob es bei der Wahl ein Bündnis oder eine Partei zu einer regierungsfähigen Mehrheit schafft, ist fraglich. Die letzten Umfragen sahen das Mitte-Rechts-Bündnis von Ex-Ministerpräsident Silvio Berlusconi und Salvinis Lega mit 36 Prozent vorne. Stärkste Einzelpartei ist mit rund 28 Prozent die Fünf-Sterne-Protestpartei, abgeschlagen dahinter sehen Meinungsforscher die Regierungspartei PD von Ministerpräsident Gentiloni bei etwa 23 Prozent. Bis Freitag dürfen die Parteien Wahlkampfveranstaltungen abhalten.

dpa

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