Einreisestopp: Bauer darf Kühe nicht nach Hause holen

Kleinkahl. Bizarrer Grenzstreit in Unterfranken: Weil ein bayerischer Bauer seine im Sommer in Hessen grasende Kuhherde nach Hause holen will, ist zwischen ihm und den Behörden ein erbitterter Kampf ausgebrochen.

Das Veterinäramt verlangt von seinen Tieren einen Bluttest noch auf der hessischen Weide. Damit soll ausgeschlossen werden, dass die Tiere an einer Rinderkrankheit leiden, die in Bayern seit wenigen Monaten als ausgerottet gilt. Erst, wenn die Ergebnisse negativ sind, dürfen die Rinder nach Bayern nach Hause. Bis dahin verhängt die Behörde einen Einreisestopp.

Bauer Oswald Büttner aus dem unterfränkischen Kleinkahl verweist darauf, dass seine vor der Saison untersuchten Kühe auf seinen Weiden keinerlei Kontakt zu hessischen Tieren haben. Er verweigert den Test und will das Blut erst im Stall abnehmen lassen - „das geht nicht auf der Weide“, sagte er am Donnerstag der dpa. „Diese Blutungsaktion ist eine Zumutung. Warum müssen die Tiere zweimal drangsaliert werden?“, fragt auch Ehefrau Monika Büttner.

Im Landratsamt Aschaffenburg stößt diese Forderung jedoch auf Unverständnis. „Es müssen die Spielregeln eingehalten werden“, sagte Amtssprecher Horst Bauer. Damit die Tierseuche BHV-1 nicht wieder nach Bayern eingeschleppt wird, müssen Tiere aus anderen Gebieten nachweislich virenfrei sein. „Die Tiere dürfen zurück nach Bayern, wenn sie in Quarantäne waren und entsprechend untersucht wurden.“ (dpa)

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