Kaum genutzt

Einstieg in die Flexi-Rente klappt nicht

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Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles und ein "Rentenpaket".

München - Der von der Bundesregierung beschlossene erste Einstieg in die Flexi-Rente wird bislang kaum genutzt. Dies geht aus einer Umfrage der "SZ" bei mehreren Arbeitgeberverbänden hervor.

Die neue Regelung macht es möglich, den Eintritt in den Ruhestand zu verschieben und im Rentenalter als befristetet Beschäftigter weiterzuarbeiten.

Dies werde in der Praxis "allerdings nur in sehr wenigen Unternehmen und Betrieben unserer Branche genutzt", sagte Petra Lindemann, Geschäftsführerin Tarifpolitik und Arbeitsrecht im Bundesarbeitgeberverband Chemie (BAVC), dem Blatt. Dies liege vor allem an rechtlichen Unsicherheiten. So lasse sich der Rentenbeginn nur dann nach hinten verschieben, "wenn im Arbeitsverhältnis eine Regelaltersgrenze vereinbart wurde".

Die Auflage, dass die befristete Weiterbeschäftigung noch während des laufenden Arbeitsverhältnisses vereinbart werden muss, komme für viele Interessenten zu spät. Außerdem sei der Paragraf rechtlich unscharf formuliert, weil nicht festgelegt sei, wie viele Befristungen hintereinander überhaupt möglich seien.

Die Metallarbeitgeber sehen das dem Bericht zufolge ähnlich. "Es gibt sehr viele Anwendungsfragen", kritisierte ein Sprecher von Südwestmetall. Bei Gesamtmetall hieß es: "Die Regelung, das Aussteigen aus dem Erwerbsleben befristet zu verschieben, klingt gut, hat aber einen Konstruktionsfehler: Der im betrieblichen Alltag sehr viel relevantere Fall wäre, nach dem Ausscheiden beispielsweise für ein Projekt befristet zurückzukommen."

Seit 1. Juli 2014 können Arbeitgeber und Arbeitnehmer vereinbaren, dass ein wegen des bevorstehenden Eintritts in die Rente auslaufendes Arbeitsverhältnis befristet verlängert wird. Sie müssen dies aber festlegen, bevor der Mitarbeiter in den Ruhestand gegangen ist.

dpa

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