Kommentar zur Einwanderung: Ein Land im Stress

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Zwei Drittel der Deutschen sind gegen Einwander von außerhalb der EU. Laut EU-Kommission ist dies für die Deutschen das wichtigste Problem. Ein Kommentar von Wolfgang Blieffert.

Überraschend kommen die jüngsten Umfrageergebnisse zur Immigrationsproblematik nicht. Dass in klassischen Einwanderungsländern wie Frankreich die Skepsis gegenüber Zuwanderern aus Nicht-EU-Staaten geringer ausfällt als in Italien, das sich angesichts von Flüchtlingsströmen über das Mittelmeer alleingelassen fühlt, verwundert nicht.

Und Deutschland? Liegt mit seiner Ablehnungquote von 61 Prozent knapp über dem europäischen Durchschnitt. Über die Motive kann spekuliert werden: Tatsachen wie gewalttätiger Salafismus, undurchsichtige Parallelgesellschaften und sogenannte Ehrenmorde vermischen sich mit diffusen Abstiegsängsten und konkreten Existenznöten. Was sich bei den Pegida-Demonstrationen als vorwiegend ostdeutsches oder speziell Dresdener Phänomen darstellte, hat sich möglicherweise weiter in der bundesdeutschen Gesellschaft ausgebreitet als vermutet.

Die Umfrage deutet also auf eine angespannte Stimmung im Lande hin. Und die Befürchtung steht im Raum, dass nach einem Terroranschlag in Deutschland die Prinzipien von Toleranz und Liberalität in Frage gestellt werden könnten.

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