Kandidatin der US-Vorwahl 2020

Demokratin Elizabeth Warren tritt bei US-Vorwahlen 2020 an: So will sie Trump herausfordern

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Elizabeth Warren möchte 2020 Präsidentin der USA werden. Doch zuerst muss sie sich bei den US-Vorwahlen beweisen.

Elizabeth Warren tritt bei den US-Vorwahlen der Demokraten für die Präsidentschaftskandidatur 2020 an. Die Juristin aus Oklahoma will mit sozialen Zielen die Wähler überzeugen.

Elizabeth Warren (70) ist eine der Kandidaten, die für die Demokraten bei der US-Wahl, die im November 2020 ansteht, als Spitzenkandidatin ins Rennen gehen will. Doch zuerst muss sich Warren bei den US-Vorwahlen, den sogenannten Primaries, beweisen. Wer ist diese Frau und wie ist sie dorthin gekommen, wo sie jetzt steht?

Diese Rolle spielt Elizabeth Warren bei den US-Vorwahlen

Laut Umfragen gilt Elizabeth Warren bei den Primaries 2020 als eine der aussichtsreichsten Kandidaten - zusammen mit Joe Biden, der die Umfragen derzeit anführt, Bernie Sanders, Kamala Harris, Pete Buttigieg und Andrew Yang.

Erfahren Sie hier alles über die Kandidaten, Termine und das Wahlverfahren bei den US-Vorwahlen 2020 sowie die anderen demokratischen Kandidaten für die „Primaries“

Kandidatin bei den US-Vorwahlen der Demokraten: Elizabeth Warrens akademische Karriere

Elizabeth Ann Warren wurde am 22. Juni 1949 in Oklahoma City geboren und gibt selbst an, „im zerklüfteten Rand der Mittelschicht“ aufgewachsen zu sein. Dank eines Stipendiums studierte sie Jura und lehrte letztlich als Professorin an verschiedenen Universitäten in den USA - auch an der Harvard University. Wirtschaftsrecht und Insolvenzfälle zählten zu ihren Spezialgebieten, an denen sie forschte und in denen sie unterrichtete. 

Elizabeth Warrens Privatleben: Sie heiratete früh

Ihren derzeitigen Ehemann Bruce Mann lernte Warren bereits während der High School kennen und heiratete ihn im Alter von 19 Jahren. Drei Jahre später kam ihre Tochter Amelia zur Welt. Mittlerweile sind Elizabeth Warren und Bruce Mann seit 38 Jahren verheiratet und haben drei Enkelkinder.

Elizabeth Warrens Start in die amerikanische Politik

Während der Finanzkrise 2008 diente Warren der Regierung als Beraterin und fand somit ihren ersten Weg in die Politik. 2010 ernannte US-Präsident Barack Obama sie zur Assistentin des US-Präsidenten und Beraterin des Finanzministers, so gab es das Weiße Haus damals bekannt.

Zur US-Wahl 2012 kandidierte sie mit der Demokratischen Partei als Senatorin für den Staat Massachusetts. Sie konnte eine Mehrheit an Stimmen für sich gewinnen und zog somit als erste weibliche Vertreterin des Staates Massachusetts in den Senat ein.

Elizabeth Warren - eine Republikanische Demokratin?

Während Elizabeth Warren seit 2012 für die Demokraten im Amt ist, war sie einst auf der Wählerliste der Republikaner registriert, wie The Daily Beast in einem Artikel von 2011 berichtet. „Ich war Republikanerin, weil ich dachte, dass diese Leute jene sind, die die Märkte am besten unterstützen. Ich denke, das stimmt nicht mehr“, sagte sie damals. Inzwischen wird Warren eine betont linke Wirtschaftspolitik zugeschrieben. 

The Daily Beast stellte 2011 die These auf, dass Warren die Geschichte um ihre politische Person noch festigen müsse, da sie sich von einer Anhängerin der Republikaner, der Partei von Donald Trump, zu einer demokratischen Senatorin gewandelt hatte.

Vorwahlen in den USA 2020: Elizabeth Warren vs. Donald Trump

Der amtierenden Präsidenten Trump und Warren geraten immer wieder aneinander. Bereits am Anfang des Jahres kam es zu Kontroversen. Warren bezeichnete sich selbst als amerikanische Ureinwohnern, was sie durch einen DNA-Test belegte. Daraufhin beleidigte Trump sie des Öfteren mit dem Begriff „Pocahontas“.

Bezüglich des Themas Klimawandel äußern Warren und Trump sich deutlich unterschiedlich. Warren setzt sich für den Kampf gegen den Klimawandel ein, während der Präsident die globale Erwärmung nicht für wahr hält. So postete sie am 4. September auf Twitter: „Ich werde mit ganzem Herzen für unsere Umwelt kämpfen“.

Donald Trump hingegen kritisierte am selben Tag den amerikanischen Nachrichtensender CNN für deren „Climate Forum“ und nannte Fakten, die die Klimaverantwortung der USA mindern sollen.

Kürzlich wurde Trump sogar vorgeworfen, eine Karte, die den Hurrican Dorian zeigt, manipuliert zu haben. Neben der Klimapolitik fokussiert sich Warren laut eigenen Angaben auf den Kampf gegen Korruption und möchte eine Reichensteuer einführen. Außerdem möchte sie sich für bessere Arbeitsbedingungen einsetzen. Sie hat ähnliche Ansichten wie der Demokrat Bernie Sanders. Bei der ersten TV-Debatte der Demokraten, die am 30. Juli stattgefunden hatte, kämpften Warren und Sanders gemeinsam für soziale Themen. Diese Kandidaten sind in der dritten TV-Debatte dabei

lb

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