Einschulung der Erstklässler: Eltern-Taxi in der Garage lassen

Barsinghausen. Kultusminister Bernd Althusmann (CDU) griff am Zebrastreifen höchstpersönlich zur Farbsprühdose und markierte zwei gelbe Füßchen aufs Straßenpflaster.

„Das bedeutet stehen bleiben und gucken - erst links, dann rechts und wieder links“, erklärte Althusmann den Hortkindern der Wilhelm-Stedler-Schule in Barsinghausen.

Den Eltern aller 78.000 ABC-Schützen in Niedersachsen empfahl der Minister, rechtzeitig vor der Einschulung am kommenden Montag den Schulweg mit den Kleinen einzuüben. „Wir müssen unseren Kindern den Umgang mit gefährlichen Situationen beibringen.“

Eine der sichersten Möglichkeiten, dass ein Kind sicher zur Schule und später wieder nach Hause komme, sei der Schulweg zu Fuß. Das rät nicht nur das Kultusministerium in einem mehrsprachigen Elternbrief, dass empfehlen auch die Experten von ADAC, Verkehrswacht und Unfallversicherern: „Lassen Sie Ihr Eltern-Taxi am besten in der Garage.“ Neben Bewegung und frischer Luft sorge das Laufen für Ortskenntnisse, Orientierungssinn, Erfahrungen und Sozialkontakte mit anderen Kindern. Mit dem Schulwegplaner im Internet ließen sich besondere Gefahrenstellen vermeiden oder zumindest besser erkennen.

Vor falschem Ehrgeiz warnte Verkehrswachtpräsident Wolfgang Schultze. „Schicken Sie Ihre Erstklässler aber nicht mit dem Fahrrad zur Schule.“ Ungewohntes Verkehrsmittel und neuer Weg - das verlange zu viel von den Kleinen. Reinhard Manlik, Chef des ADAC Niedersachsen, appellierte an Auto- und Motorradfahrer, vorausschauend und stets bremsbereit zu fahren sowie vor allem bei Schulen penibel die Tempolimits einzuhalten. Wer schon sein Kind mit dem Auto zu Schule bringe, müsse unbedingt für dessen Sicherung im Fahrzeug sorgen.

Gleichzeitig kritisierte Reinhard Manlik eine häufig zu beobachtende Unsitte. „Es ist unverantwortlich, aus Bequemlichkeit sein Kind im Halteverbot vor der Schule aussteigen zu lassen.“

www.schulwegplaner.de

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