Eltern von Michael Brown rufen Demonstranten in Ferguson zur Ruhe auf

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Die Eltern des erschossenen US-Teenagers, Michael Brown Lesley McSpadden (r) und Michael Brown Sr. (L), haben die Demonstranten in Ferguson zur Ruhe aufgerufen. Foto: Martial Trezzini/Archiv

Ferguson (dpa) - Kurz vor einer wichtigen Entscheidung im Fall des erschossenen schwarzen US-Teenagers Michael Brown haben seine Eltern die Demonstranten in Ferguson zur Ruhe aufgerufen.

Die Spannung dort steigt, da eine Geschworenenjury über eine mögliche Anklage gegen Browns Todesschützen Darren Wilson entscheiden will. Der weiße Polizist hatte den 18-Jährigen am 9. August auf offener Straße erschossen und eine Serie schwerer Proteste losgetreten. Sollte er nicht angeklagt werden und einem Gerichtsverfahren entgehen, dürften die Unruhen in der Stadt nahe St. Louis (Missouri) erneut zunehmen.

"Im Namen der Brown-Familie dulden wir keine Randale, Plünderungen oder Gewalt", sagte der Anwalt der Browns, Anthony Gray. Die Gerechtigkeit im Fall Brown müsse "aufmerksam, friedlich, ruhig und würdevoll" eingefordert werden - auch nach Entscheidung der Geschworenenjury. Die Brown-Familie folge der Haltung von Missouris Gouverneur Jay Nixon, dass Gewalt nicht hingenommen werde.

Polizisten nahe Ferguson seien kürzlich extra für den Umgang mit Demonstranten geschult worden, sagte Nixon. Missouris Nationalgarde steht aber abrufbereit, um Verstärkung anzubieten, falls die Lage nach der Ankündigung der Staatsanwaltschaft eskaliert.

Anwalt Gray kritisierte Nixons einseitige Verurteilung der Protestler und rief die Strafverfolger dazu auf, sich ebenfalls zurückzuhalten. Benjamin Crump, ein weiterer Anwalt der Brown-Familie, bezeichnete die bevorstehende Entscheidung der Jury unabhängig von ihrem Ergebnis als "entscheidenden Moment in der Geschichte des Staates Missouri".

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