„Er wurde als Geisel genommen“

Eltern von US-Student Otto Warmbier verklagen Nordkorea wegen Folter und Mord

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Fred und Cindy Warmbier, Eltern des gestorbenen US-Studenten Otto Warmbier, weinen während einer Rede des US-Präsidenten Trump.

Das Schicksal von Student Otto Warmbier bewegt die Welt: Er wurde in Nordkorea inhaftiert, fiel dort ins Koma und durfte in die USA zurück, wo er kurz darauf starb, Jetzt verklagen seine Eltern Nordkorea.

Die Eltern des nach seiner Rückkehr aus Nordkorea verstorbenen US-Studenten Otto Warmbier verklagen die Regierung in Pjöngjang wegen mutmaßlicher Folter und mutmaßlichen Mordes an ihrem Sohn. "Nordkorea, ein Schurkenstaat, hat Otto für eigene unrechtmäßige Zwecke als Geisel genommen und ihn brutal gefoltert und ermordet", heißt es in der am Donnerstag eingereichten Klageschrift von Cindy und Fred Warmbier.

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Otto Warmbier wurde während Reise festgenommen

Warmbier war während einer Nordkorea-Reise Anfang 2016 wegen Diebstahls eines Propaganda-Posters zu 15 Jahren Arbeitslager verurteilt worden. Er fiel ins Koma und wurde schließlich "aus humanitären Gründen" freigelassen. Im Juni starb er wenige Tage nach seiner Rückkehr in die USA. Zu dieser Zeit hatten sich die politischen Spannungen zwischen den USA und Nordkorea verschärft.

US-Bürger Otto Warmbier (M) wird in einem Gericht von zwei nordkoreanischen Polizisten eskortiert.

Die Klage der Eltern erfolgt zu einem kritischen Zeitpunkt. Die USA bereiten derzeit ein historisches Gipfeltreffen von US-Präsident Donald Trump mit dem nordkoreanischen Machthaber Kim Jong Un vor. Am Freitag traf Kim zu einem ebenfalls historischen Treffen mit dem südkoreanischen Präsidenten Moon Jae In zusammen, nachdem es zuletzt eine Annäherung gegeben hatte.

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afp

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