Die wichtigsten Fragen und Antworten

Ende des Poststreiks: Was Verbraucher jetzt erwartet

Der Streik ist vorbei: In der Nacht zu heute hat die Deutsche Post ihren Betrieb wieder aufgenommen. Foto: dpa

Nach einem vierwöchigen Streik haben sich die Deutsche Post und die Gewerkschaft Verdi zusammengerauft, der Tarifabschluss steht.

Doch es wird dauern, bis alles wieder normal läuft – schließlich blieben Millionen Sendungen liegen. Die wichtigsten Fragen und Antworten:

Wann sind die Brief- und Paketberge abgetragen? 

Das wird mehrere Tage dauern, sagt Post-Personalchefin Melanie Kreis. Schließlich waren jeden Tag durchschnittlich 20.000 Postmitarbeiter im Streik. In Hessen und in Niedersachsen legten jeweils 3000 Beschäftigte und mehr ihre Arbeit nieder. Besonders zu spüren sind die Streikfolgen aber in Berlin und im Osten Deutschlands: Dort gibt es wenig Beamte, die während des Ausstandes für ihre angestellten Kollegen einspringen konnten.

Werden wichtige Sendungen mit Vorrang bearbeitet?

Nein. denn „wir können die Wichtigkeit der Sendungen ja nicht beurteilen“, sagte ein Postsprecher. Den Kunden bleibt nur übrig zu warten.

Wo können Kunden erfahren, ob sie weiter mit Streikverspätung rechnen müssen?

Die Post bietet auf ihrer Internet-Seite ein Streikinfo. Genaue Angaben zur Dauer der Verzögerung macht sie nicht.

Verdorbenes Fleisch, vertrockenete Blumen: Wer zahlt, wenn Ware im Streik vergammelt ist?

Für die rechtzeitige Lieferung ist der Händler verantwortlich. Er kann aber die Haftung bei Streiks ausschließen. Im Zweifelsfall also in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) nachschauen. Gut möglich, dass Kunden auf dem Schaden sitzen bleiben. Die Post haftet nicht bei verzögerter Zustellung wegen Streiks.

Die Rechnung kommt nach Ablauf der Zahlungsfrist. Werden Mahngebühren fällig?

Rechnungen müssen erst beglichen werden, wenn sie da sind – niemand muss also Mahngebühren bezahlen, wenn er für die Verspätung nichts kann. Doch „man muss sich kümmern“, sagt Ute Bitter von der Verbraucherberatung Hessen. Also: dem Gläubiger mitteilen, dass die Rechnung erst nach Ablauf der Zahlungsfrist kam und sofort bezahlt wird.

Die Jeans vom Online-Händler kneift und geht zurück. Hat der Kunde das Nachsehen, wenn seine Retoure Streikverspätung hat?

Nein. Wer online bestellte Waren zurückschickt, widerruft den Kaufvertrag. Hier kommt es nur auf das fristgerechte Absendedatum der Retoure an, erklärt die Verbraucherzentrale Niedersachsen. Kunden sollten aber den Einlieferungsbeleg aufheben.

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