Endlich: EU legt Reformpläne für Agrarpolitik vor

Brüssel - Knapp 60 Milliarden Euro fließen jährlich aus EU-Töpfen in die Subventionen für die Landwirtschaft. Nun hat die EU-Kommission die Reform der umkämpften europäischen Agrarpolitik eingeläutet.

Der lang erwartete Gesetzesentwurf werde unter anderem die Subventionen für Landwirte stärker an Bedingungen zum Umweltschutz knüpfen und gleichmäßiger als bisher unter den Mitgliedstaaten verteilen, wie die Kommission am Mittwoch in Brüssel mitteilte. Zugleich sollen die Einzelzahlungen an Agrarbetriebe unter Berücksichtigung der Beschäftigtenzahl nach oben hin gedeckelt werden.

Deutschlands Bauern müssen sich bei den milliardenschweren Subventionen aus Brüssel auf geringe Einbußen einstellen. Das Gros der Zuschüsse soll aber bis zum Ende des Jahrzehnts erhalten bleiben. Die EU-Kommission will die Zahlungen auch stärker an gesellschaftliche Leistungen knüpfen: So sollen die Landwirte nicht nur für die umweltfreundliche Bewirtschaftung ihrer Äcker finanziell belohnt werden, sondern ebenso für die Schaffung von Arbeitsplätzen. Großbauern sollen weniger EU-Zuschüsse bekommen.

Im laufenden Jahr fließt mit knapp 60 Milliarden Euro fast die Hälfte des Unions-Etats in die Agrarsubventionen. In der nächsten Förderperiode von 2014 bis 2020 soll dieser Anteil deutlich sinken. Parlament und Mitgliedsstaaten müssen der Reform noch zustimmen.

dapd/dpa

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