Enkeltrick-Masche ohne Ende: 3400 Fälle in zehn Jahren

Einbeck. Trotz jahrelanger Warnungen reißt die Serie der Enkeltrick-Betrügereien nicht ab. Nach Angaben des LKA in Hannover wurden innerhalb der vergangenen zehn Jahre landesweit knapp 3400 Fälle angezeigt. Die Täter haben dabei Bargeld in Millionenhöhe erbeutet.

Vermutlich liege die Zahl der Betrugsfälle aber noch weitaus höher, weil viele hereingelegte ältere Opfer aus Scham nicht zur Polizei gingen, sagte LKA-Sprecher Frank Federau.

Im jüngsten Fall brachte ein unbekannter Anrufer eine 54-jährige Einbeckerin um 10 000 Euro, teilte die Polizei am Mittwoch mit. Der Mann hatte der Frau am Telefon vorgemacht, im Auftrag ihres Sohnes anzurufen. Der Sohn sei angeblich in Osteuropa verunglückt und brauche für die Krankenhausbehandlung dringend Geld. Die Frau war so durcheinander, dass sie 10.000 Euro an einen Kurier übergab, berichtete die Polizei. In der vergangenen Woche hat eine 85-Jährige im Kreis Göttingen allerdings geholfen, einen der Enkeltrick-Betrüger zu fassen.

Ein 17-Jährige hatte sich bei der alte Dame am Telefon als ihr Neffe ausgegeben und um Geld gebeten. Da die Frau jedoch gar keinen Neffen hatte, alarmierte sie die Polizei, die den Gauner bei der geplanten Geldübergabe festnahm. (dpa/rpp)

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