Entlassung von LKA-Chefin Thurau wohl vor Gericht

Wiesbaden. Die Entlassung der Präsidentin des Landeskriminalamts (LKA), Sabine Thurau, ist nach Medienberichten nun ein Fall für das Verwaltungsgericht Wiesbaden. Der Anwalt Thuraus legte demnach Einspruch gegen die Entscheidung ein.

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Das Gericht soll am Freitag in einem Eilverfahren die endgültige Entlassung, die Innenminister Boris Rhein (CDU) verfügt hatte, vorerst gestoppt haben, wie die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ am Samstag berichtete. Am Montag werde entschieden, wie es in der Sache weitergehe.

Thurau will laut „Frankfurter Rundschau“ erreichen, dass Rhein „auf den „Sofortvollzug"“ seiner Entscheidung verzichtet. Ministerium, Verwaltungsgericht und Anwalt waren am Samstag für eine Stellungnahme nicht zu erreichen.

Der Innenminister hatte die wegen ihrer Personalführung heftig kritisierte LKA-Präsidentin nach eineinhalb Jahren Amtszeit offiziell zum 30. September entlassen. Die Spitzenbeamtin hatte die Stelle zur Probe inne. Rhein hatte die Entlassung bereits im Juni verfügt.

Thurau war im Frühjahr 2010 vom damaligen Innenminister und heutigen Ministerpräsidenten Volker Bouffier (CDU) als erste Frau an die Spitze eines LKA berufen worden. Nach heftigen Mobbing-Vorwürfen aus den Reihen der Frankfurter Polizei hatte Thurau ihr Amt als LKA-Chefin ruhen lassen und war ins Innenministerium abgeordnet worden. Das LKA wird derzeit kommissarisch vom südhessischen Polizeipräsidenten Gosbert Dölger geleitet. (dpa)

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