Im Auto erschossen

Entsetzen nach Mord an Kommunalpolitikerin in Brasilien

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Die 38-jährige Marielle Franco wurde am Mittwoch in Rio de Janeiro im Auto erschossen.

In Brasilien sorgt die Ermordung einer linken Kommunalpolitikerin für Entsetzen. In mehreren Städten des Landes wurden Demonstrationen angekündigt, nachdem die 38-jährige Marielle Franco am Mittwoch in Rio de Janeiro im Auto erschossen wurde.

Bei dem Angriff wurde zudem Francos Fahrer getötet, eine weitere Frau wurde verletzt. Franco saß für die linke Partei Sozialismus und Freiheit (PSOL) im Stadtrat von Rio de Janeiro.

Ersten Ermittlungen zufolge waren die Schüsse auf ihr Auto von einem anderen Fahrzeug aus abgegeben worden. Franco befand sich auf dem Rückweg von einer Veranstaltung für die Rechte schwarzer Frauen. Die brasilianische Regierung kündigte eine Untersuchung der Tat an. Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International forderte eine lückenlose Aufklärung. Nach Angaben der PSOL hatte es zuletzt keine Drohungen mehr gegen die 38-Jährige gegeben.

Aufgewachsen in Rios Favelas

Franco war in einem der berüchtigten Armenviertel von Rio de Janeiro aufgewachsen. Als Politikerin kritisierte sie das Vorgehen der Polizei in den Favelas und die Anordnung von Präsident Michel Temer, die Armee zur Bekämpfung der Gewalt in Rio einzusetzen.

In den sozialen Netzwerken gab es Aufrufe zu Demonstrationen in mehreren Städten des Landes, etwa mit der Losung "Wir sind Marielle Franco". Kundgebungen waren für Donnerstag in Rio de Janeiro, São Paulo und Belo Horizonte angekündigt.

AFP

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