Werbung für den Ex-SPD-Chef

„Er brennt für dieses Thema“: Müller wünscht sich Europa-Comeback von Martin Schulz

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“Er steht und brennt für dieses Thema“, sagte Müller über Schulz, der hier auf dem außerordentlichen Parteitag der SPD spricht. 

Auf die gescheiterte Kanzlerkandidatur folgte zunächst ein tiefer Fall - doch nun gibt Berlins Bürgermeister Michael Müller dem ehemaligen SPD-Chef Martin Schulz neuen Mut zur Hoffnung. 

Berlin - Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller wirbt für den gescheiterten Kanzlerkandidaten Martin Schulz (beide SPD) als Spitzenkandidat für die Europawahl im kommenden Jahr. "Martin Schulz ist der deutsche Europapolitiker schlechthin", sagte Müller dem Nachrichtenmagazin "Spiegel". "Er steht und brennt für dieses Thema. Das nicht zu nutzen wäre fahrlässig."

Schulz müsse aber selbst über eine mögliche Kandidatur entscheiden, betonte Müller. "Ich hoffe auf jeden Fall, dass er in der SPD und darüber hinaus weiter die laute und engagierte Stimme Europas bleibt." Der frühere Präsident des Europaparlaments und spätere SPD-Vorsitzende habe das Thema Europa in die Partei getragen.

Schulz hatte nach den Koalitionsverhandlungen mit der Union seinen Rückzug von der SPD-Spitze angekündigt und wollte eigentlich Außenminister der neuen großen Koalition werden. Dagegen regte sich aber innerparteilicher Widerstand, so dass Schulz auch auf diesen Posten verzichtete. Bei der Bundestagswahl hatte er ein einfaches Abgeordnetenmandat gewonnen. 

Europa ist und bleibt Schulz‘ Herzensthema

Kürzlich hatte er bei einer öffentlichen Diskussion jedoch für eine Überraschung gesorgt - und mit einem leidenschaftlichen Appell dafür geworben, die Europapläne des Koalitionsvertrags nicht zu verwerfen. Laut einem Bericht des SPIEGEL treibt den Ex-Kanzlerkandidat die Angst um, das nun auch seine eigene Partei von den Reformvorhaben abrücken könnte. Dies beweist einmal mehr, dass Schulz‘ Leidenschaft für sein Herzensthema Europa ungebrochen ist. 

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AFP/sl

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