Neue Schmäh-Vers-Affäre?

Posse um Erdogan-Graffiti: Deutsche Großstadt unter Druck, Innenminister empört

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Leicht reizbar: der türkische Staatspräsident Erdogan.

Eine drastisches Schmäh-Graffiti bereitet einer deutschen Großstadt-Probleme: Erst beschwerte sich Erdogan. Nun ist die Öffentlichkeit empört.

Leverkusen - Wegen Schmierereien am türkischen Generalkonsulat in Leverkusen gab es jetzt pikanten Ärger für die Stadt. In einem Brief, der der Rheinischen Post vorliegt, wandte sich der türkische Generalkonsul mit der eindringlichen Forderung an die Stadt, Erdogan-kritische Kritzeleien am Konsulatsgebäude so schnell wie möglich zu entfernen.

Unbekannte hatten „Hurensohn Erdogan“ an die Wand geschmiert. Außerdem sind die Buchstaben „PKK“ zu erkennen - das Akronym der in der Türkei als terroristische Vereinigung eingestuften kurdischen Arbeiterpartei. 

Irritation in Leverkusen - und im Innenministerium

Das Schreiben des Generalkonsuls landete bei Wolfgang Herwig, dem Chef der technischen Betriebe in Leverkusen. „So etwas habe ich bisher noch nie erhalten“, sagte er dem Blatt. 

NRW-Innenminister Herbert Reul (CDU) reagierte irritiert: "In Deutschland gilt deutsches Recht, und das liegt in der Verantwortung der deutschen Behörden", erklärte der Minister der Rheinischen Post. "Eine Einmischung eines ausländischen Staates und eine direkte Einflussnahme auf deutsche Behörden ist nicht hinnehmbar."

Graffito war bereits entfernt

Die Pointe: Das Graffito war offenbar bereits entfernt, bevor das Schreiben des Generalkonsuls eintraf. Die Posse erinnert indes an den Streit zwischen dem deutschen Satiriker Jan Böhmermann und dem türkischen Staatspräsidenten Erdogan. Auch dabei war es um rüde Beleidigungen gegangen. 

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