Vorstellung des Wahlprogramms

Bei Wiederwahl: Erdogan verspricht „Stärkung der Beziehungen“ zur EU

+
Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan will die Beziehungen zu Europa stärken.

Im Falle einer Wiederwahl will der türkische Präsident die Beziehungen zur EU stärken. Bei der Vorstellung des Wahlprogramms seiner Partei sprach Erdogan auch über das Verhältnis zu den USA.

Ankara - Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hat im Fall seiner Wiederwahl eine Stärkung der Beziehungen zu Europa versprochen. "Wir wollen unsere wirtschaftlichen und politischen Beziehungen mit verschiedenen regionalen Strukturen stärken, besonders der Europäischen Union", sagte Erdogan am Donnerstag bei der Vorstellung des Wahlprogramms seiner Partei für Gerechtigkeit und Entwicklung (AKP) in Ankara. Die vorgezogenen Parlaments- und Präsidentschaftswahlen in der Türkei finden am 24. Juni statt.

Auch Probleme mit den USA sollen überwunden werden

"Wir werden nicht aufhören, zum beiderseitigen Nutzen den EU-Beitrittsprozess zu verfolgen, den wir als strategisches Ziel betrachten", sagte der Präsident. In dem AKP-Programm heißt es dazu, Beziehungen zur EU seien "keine Alternative zu unseren anderen Beziehungen". Zu den USA heißt es, die Türkei wolle "die Probleme überwinden", und es sei "essentiell, die engen Beziehungen zu den USA zu bewahren".

Frostiges Verhältnis zu EU-Mitgliedsstaaten

Die EU-Beitrittsgespräche mit der Türkei liegen seit den Repressionen nach dem Putschversuch von Juli 2016 auf Eis. Das Verhältnis zu Mitgliedstaaten wie Deutschland, Österreich und den Niederlanden ist seit einem Streit um Wahlkampfauftritte türkischer Politiker vor einem umstrittenen Verfassungsreferendum im April 2017 frostig, mit Berlin sorgte zudem die Inhaftierung deutscher Bürger für Spannungen.

Lesen Sie auch:

Die Beziehungen zu Washington werden wiederum durch den Streit um die Auslieferung des im US-Exil lebenden islamischen Predigers Fethullah Gülen belastet, den Ankara für den Putschversuch verantwortlich macht. Ebenfalls für Ärger sorgt die Unterstützung der syrischen Kurdenmiliz YPG durch die USA, da Ankara sie wegen ihrer Nähe zur verbotenen Arbeiterpartei Kurdistans (PKK) als Terrororganisation betrachtet.

afp

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken.

Die Redaktion

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.