Honorarverträge an Ganztagsschulen

Ermittlung gegen Schulleiter

Hannover. Gegen mehrere Schulleiter und eine Mitarbeiterin der niedersächsischen Landesschulbehörde wird wegen illegaler Beschäftigung ermittelt. Hintergrund sind die möglicherweise unzulässigen Honorarverträge mit pädagogischen Mitarbeitern an Ganztagsschulen. Oberstaatsanwalt Manfred Knothe sagte gestern, seine Behörde werde in der nächsten Zeit die Mitarbeiter anhören. „Die ersten Ladungen sind verschickt.“

Durch die Beschäftigung von Schulpersonal als selbstständige Honorarkräfte statt als Angestellte sollen den Sozialkassen mehrere Millionen Euro entgangen sein. Von Gewerkschaft und Landtagsopposition hagelte es nach Bekanntwerden der Ermittlungen durch das hannoversche Zollamt Kritik. „Es ist ein Skandal, dass die zuständigen Kultusminister und Staatssekretäre es so weit haben kommen lassen“, sagte der Landesvorsitzende der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW), Eberhard Brandt.

Ladungen sind verschickt

Die Verantwortlichen hätten der Auffassung der Rentenversicherung folgen und ihre Anweisung an die Ganztagsschulen widerrufen müssen, Honorarverträge abzuschließen. Stattdessen habe Kultusminister Bernd Althusmann (CDU) am „Billigmodell“ festgehalten. Eine Sprecherin des niedersächsischen Kultusministeriums erklärte, die betroffenen Schulen bereits vor einigen Tagen auf mögliche staatsanwaltliche Ermittlungen hingewiesen zu haben. (lni)

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken, um Missbrauch zu vermeiden.

Die Redaktion

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.