Ermittlungen wegen Geheimnisverrat gegen Ex-LKA-Chefin eingestellt

Sabine Thurau

Frankfurt. Gegen die frühere hessische LKA-Chefin Sabine Thurau wird nach einem Zeitungsbericht nicht mehr wegen Anstiftung zum Geheimnisverrat ermittelt. Die Staatsanwaltschaft Frankfurt habe das Verfahren eingestellt, berichtete die „Frankfurter Rundschau“.

Eine Sprecherin der Anklagebehörde wollte dies nicht bestätigen. Der inzwischen 57-jährigen Thurau war vorgeworfen worden, sie habe sich illegal von LKA-Beamten mit vertraulichen Informationen versorgen lassen. Auch das Verfahren gegen die Beamten wurde laut „FR“ eingestellt.

Thurau war 2010 nur wenige Monate nach ihrem Amtsantritt im Landeskriminalamt (LKA) wieder geschasst worden. Dabei ging es um Vorgänge aus ihrer Zeit als Frankfurter Polizei-Vizepräsidentin. Innenminister Boris Rhein (CDU) entließ sie im September 2011 endgültig als LKA-Chefin und begründete dies mit Führungsmängeln. Das Verwaltungsgericht Wiesbaden erklärte dies in einem Eilverfahren für unzulässig, das Ministerium legte Beschwerde ein. Derzeit liegt der Rechtsstreit vor dem Hessischen Verwaltungsgerichtshof (VGH). Eine Entscheidung könnte noch in diesem Jahr fallen, sagte ein VGH-Sprecher am Mittwoch. (dpa)

Das könnte Sie auch interessieren

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken.

Die Redaktion

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.