Erneuerbare Energien: Umweltministerin Puttrich setzt auf Information

Wiesbaden. Hessens Umweltminister Lucia Puttrich (CDU) meint es mit der Energiewende ernst: Mit einer großangelegten Kampagne will die CDU-Politikerin die Hessen in diesem Jahr über die Vorteile der Energiewende informieren.

Sie hofft, dass die Menschen Windkraft- und Biogasanlagen, Solarparks und Hochspannungsleitungen danach auch dann akzeptieren, wenn sie in ihrer unmittelbaren Umgebung gebaut werden: "Die Energiewende wird nicht unsichtbar funktionieren", mahnt die Ministerin.

Mit Anzeigen in Tageszeitungen, Radiospots und Informationen im Netz, Aktionstagen, einem Infobus und vielem mehr hofft Puttrich möglichst viele Menschen zu erreichen. Immerhin sind in Hessen theoretisch 98 Prozent der Bürger laut Umfragen für die erneuerbaren Energie.

Die Akzeptanz schwinde mit der persönlöichen Betroffenheit. Die Agentur für erneuerbare Energien in Berlin, die die Kampagne unterstützt, hat allerdings herausgefunden, dass sie wieder steigt bei den Bürgern, die bereits Erfahrungen mit Anlagen in ihrer Nähe haben. Die Information ist einer der Bausteine ihres Konzeptes, darüber hinaus will Puttrich die Enegrieberatung verstärken und auch Fördermittel für die Umstellung auf erneuerbare Engerien zur Verfügung stellen.

Im Bundesrat, der sich am Mittwoch wieder mit dem Thema befasst, unterstützt Hessen einen Vorschlag der Bundesregierung, den andere Länder noch ablehnen. Danach sollen Kosten für energetische Sanierung besser von der Steuer abgesetzt werden können. Für Hessen würde dies Mindereinnahmen von 65 bis 85 Millionen Euro bedeuten, so die Ministerin. Die Landesregierung stehe aber dazu: "Das ist gut anlegtes Geld". (wet)

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