Viele ungeklärte Schicksale

Erschreckende Zahlen: Tausende Flüchtlinge suchen weiter ihre Angehörigen

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Flüchtlinge in Hessen: Noch immer haben viele keine Nachricht von ihren Angehörigen erhalten.

In diesem Jahr wurden bis Mitte Dezember 2700 Suchanfragen neu beim DRK gestellt. Besonders die hohe Zahl von unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen macht Sorge.

Bei der Suche nach Angehörigen wenden sich nach wie vor tausende Flüchtlinge an das Deutsche Rote Kreuz (DRK). In diesem Jahr wurden bis Mitte Dezember 2700 Suchanfragen neu beim DRK gestellt, wie die Tageszeitung "Die Welt" am Donnerstag berichtete. Damit blieb die Zahl auf einem Rekordniveau. Auch mehr als tausend minderjährige Flüchtlinge suchten ihre Familie oder wurden gesucht.

"Erschreckend ist vor allem die nach wie vor hohe Zahl von unbegleiteten minderjährigen Flüchtlinge, die entweder selbst ihre Angehörigen suchen oder von diesen gesucht werden", sagte DRK-Präsidentin Gerda Hasselfeldt der "Welt". Von Januar bis Mitte Dezember habe die Zahl bei 1011 gelegen, im Jahr 2014 noch bei 827.

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Die meisten Flüchtlinge, die Suchanfragen stellen, stammen laut Hasselfeldt aus Afghanistan, Somalia und Syrien. Der DRK-Suchdienst sei für viele "oft die letzte Hoffnung". Für Familien gebe es "wohl nichts Schlimmeres als nicht zu wissen, ob ein Angehöriger noch lebt oder was mit ihm geschehen ist". In etwa der Hälfte der Fälle könne der DRK-Suchdienst helfen oder zumindest Informationen geben.

Bei einem Teil der Gesuchten müsse jedoch leider davon ausgegangen werden, "dass sie auf der Flucht ums Leben gekommen sind", sagte die DRK-Präsidentin. "Da die Identifizierung der Toten auf den verschiedenen Fluchtrouten nicht immer möglich ist, werden viele Schicksale deshalb auch ungeklärt bleiben."

afp

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