HNA-Kommentar

Constanze Wüstefeld zum erschütterten Vertrauen bei Organspendern

Constanze Wüstefeld

Zehn Patienten sollen in den vergangenen drei Jahren laut einem Zeitungsbericht abweichend von den Richtlinien für hirntot erklärt worden sein. Leiden könnte darunter die Bereitschaft zur Organspende. Ein Kommentar von Constanze Wüstefeld

Es ist ein Rückschlag für die Organspende: Laut Recherchen der Süddeutschen Zeitung sind Menschen fälschlicherweise für hirntot erklärt worden. In einigen Fällen mussten deshalb die Totenscheine korrigiert werden, Organe sollen jedoch nicht entnommen worden sein.

Dennoch wird das Verunsicherung bei einigen Menschen hervorrufen: Sie stimmen der Entnahme ihrer Organe in dem Wissen zu, dass sie zweifelsfrei für hirntot erklärt werden. Dieses Vertrauen in die Mediziner ist für die Transplantationschirurgie wichtig. Durch die Recherchen der Redakteure wird das aber erschüttert, der Alptraum einiger Menschen wird zur realen Angst: Man entnimmt mir Organe, obwohl ich noch gar nicht tot bin.

Diesem Denken müssen Ärzte und die Deutsche Stiftung Organtransplantation mit allen Mitteln entgegenwirken. Ein weiterer Einbruch an der Organspende-Bereitschaft wie nach dem Transplantationsskandal könnte für Menschen, die auf ein Organ warten, den Tod bedeuten.

E-Mail an die Autorin:  cow@hna.de

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