Guido Knopp verabschiedet sich mit dreiteiliger Reihe in den Ruhestand

TV-Tipp: Der Erste Weltkrieg in Farbe - Diskutieren Sie mit

Szenisch nachgestellt: Deutsche Soldaten beobachten 1914 die britischen Linien. Foto: zdf

Guido Knopps letzte Arbeit „Weltenbrand“, die in drei Teilen in teils nachkolorierten Bildern die beiden Weltkriege dokumentiert, läuft heute Abend im Fernsehen. Dabei gibt es ein wichtiges Sachthema zu erörtern.

Ein bisschen melancholisch wurde Guido Knopp zum Abschied: „Das ist heute meine letzte Pressekonferenz in Hamburg. Ich erinnere mich noch gut an meine erste, das war 1984.“ Damals, so führte es der scheidende Leiter der Redaktion Zeitgeschichte des ZDF aus, hatte er angekündigt, ein paar Sachen verändern zu wollen. Dies auch 28 Jahre später als Fazit seiner Tätigkeit festzuhalten, wäre dann doch ein bisschen zu bescheiden.

„Weltenbrand" läuft um 20.15 Uhr im ZDF.

Die Vorstellung von Knopps letzter Arbeit „Weltenbrand“, die in drei Teilen die beiden Weltkriege dokumentiert, geriet hier und da zur Abschiedsvorlesung. Dabei gab es auch ein wichtiges Sachthema zu erörtern: Darf man den Ersten Weltkrieg in nachkolorierten Bildern erzählen, obwohl man nicht mit Sicherheit weiß, ob der Mantel des Mannes in der Menge rot oder grün war?

Guido Knopp

Die französische Dokureihe „Apocalypse“ über den Zweiten Weltkrieg war das Vorbild. Anfang 2010 lief sie unter dem Namen „Der Krieg“ in der ARD. Erstmals hatten Dokumentarfilmer nach umfangreicher, weltweiter Bildersuche eine gesamte Zeit nachkoloriert, die der Spätgeborene nur in Schwarzweiß kennt.

Weil sich der in Treysa geborene Guido Knopp nach dem Besuch internationaler Konferenzen der Geschichtsfernsehmacher sicher ist, „dass Kolorierung der Trend der nächsten 10 bis 15 Jahre sein wird“, legt er in seiner Abschlussarbeit ein eben solches Werk vor. Die heutige Auftaktfolge mit dem Titel „Sündenfall“ widmet sich ganz dem Jahr 1914. (tx)

Was meinen Sie, darf man den Ersten Weltkrieg in nachkolorierten Bildern erzählen? Nutzen Sie die Kommentarfunktion, um zu diskutieren.

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