Ethikrat empfiehlt: Babyklappen sollen weg

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Die gestellte Aufnahme zeigt die sogenannte "Babyklappe" in Stuttgart, wo Neugeborene anonym abgegeben werden können.

Berlin - Babyklappen und Angebote zur anonymen Geburt sollten aus Sicht des Deutschen Ethikrats aufgegeben werden.

“Die bestehenden Angebote anonymer Kindesabgabe sind ethisch und rechtlich sehr problematisch, insbesondere weil sie das Recht des Kindes auf Kenntnis seiner Herkunft und auf Beziehung zu seinen Eltern verletzen“, heißt es in der am Donnerstag in Berlin veröffentlichten Stellungnahme des Deutschen Ethikrats. Die bisherigen Erfahrungen legten zudem nahe, dass Frauen, bei denen die Gefahr bestehe, dass sie ihr Neugeborenes töten oder aussetzen, von diesen Angeboten nicht erreicht werden.

Das ist der Deutsche Etikrat

Was ist der Deutsche Etikrat? Auf dessen Homepage heißt es:

„Der Deutsche Ethikrat besteht aus 26 Mitgliedern, die naturwissenschaftliche, medizinische, theologische, philosophische, ethische, soziale, ökonomische und rechtliche Belange in besonderer Weise repräsentieren. Zu seinen Mitgliedern gehören Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus den genannten Wissenschaftsgebieten; darüber hinaus gehören ihm anerkannte Personen an, die in besonderer Weise mit ethischen Fragen der Lebenswissenschaften vertraut sind.“

Mitglieder des Deutschen Ethikrats sind unter anderem der ehemalige Bundesjustizminister Edzard Schmidt-Jortzig (FDP), der frühere baden-württembergische Ministerpräsident Erwin Teufel (CDU), die Biotechnologie-Expertin Regine Kollek, der katholische Theologe Eberhard Schockenhoff sowie der evangelische Theologe Hermann Barth.

dpa

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