Ankunftskontrollen - Ja oder Nein?

EU-Gesundheitsminister Treffen: Kampf gegen Ebola

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Das Treffen der EU-Gesundheitsminister.

Brüssel - Um über ein einheitliches Vorgehen im Kampf gegen Ebola zu beraten treffen sich am Donnerstag die Gesundheitsminister der EU-Mitgliedsländer in Brüssel.

Die EU-Gesundheitsminister sind am Donnerstag in Brüssel zu einem Sondertreffen zusammengekommen, um über das Vorgehen gegen die Ausbreitung des Ebola-Virus abzustimmen. Thema ist insbesondere die Frage, ob Reisende aus den betroffenen Gebieten in Westafrika bei der Ankunft an Europas Flughäfen Kontrollen unterzogen werden sollen. An dem Treffen nimmt für Deutschland Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) teil.

Als erstes EU-Land hatte Großbritannien vor einer Woche vorbeugende Gesundheitskontrollen an großen Flug- und Bahnhöfen eingeführt. Am Mittwoch kündigten auch Frankreich und Tschechien Kontrollen an Flughäfen an. Passagiere aus dem Ebola-Gebiet werden dabei auf Fieber getestet.

Die Wirksamkeit von solchen Ankunftskontrollen ist umstritten. Wichtiger ist laut Experten, dass Passagiere schon beim Abflug in Westafrika überprüft werden. Dem europäischen Flughafenverband ACI Europe zufolge wurden bisher 36.000 Passagiere bei der Ausreise aus dem Ebola-Gebieten Kontrollen unterzogen. 77 von ihnen wurde demnach die Reise verweigert, keiner wurde aber letztlich krank.

Laut Weltgesundheitsorganisation (WHO) starben bis zum Sonntag 4493 Menschen durch die im Frühjahr aufgetretene Ebola-Epidemie. Mehr als 8900 Menschen infizierten sich demnach. WHO-Experten zufolge ist mit einem rasanten Anstieg der der Zahl der Infizierten in den drei betroffenen westafrikanischen Ländern Liberia, Sierra Leone und Guinea zu rechnen: Derzeit liegt demnach bei rund tausend pro Woche, bis Dezember dürfte sie auf "5000 bis 10.000 Fälle pro Woche" steigen

dpa

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