EU droht mit Klagen wegen Legehennen-Käfigen

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Das Käfigverbot in der Legehennenhaltung gilt seit 1. Januar 2012.

Brüssel - Die EU-Kommission hat 13 Staaten der Europäischen Gemeinschaft gemahnt, das Käfigverbot in der Legehennenhaltung sofort umzusetzen.

Sie forderte die Regierungen auf, innerhalb von zwei Monaten darzulegen, wann sie das vor zwölf Jahren beschlossene Verbot “nicht ausgestalteter Käfige“ für Legehennen umsetzen werden. Sollten sie keine zufriedenstellenden Antworten geben, kann die Kommission ein Vertragsverletzungsverfahren vor dem Europäischen Gerichtshof einleiten. Dies teilte die Behörde am Donnerstag in Brüssel mit.

Das Käfigverbot in der Legehennenhaltung gilt seit 1. Januar 2012. Seither sind “ausgestaltete Käfige“ vorgeschrieben. Sie müssen Nestflächen, Platz zum Scharren und Sitzstangen enthalten. Jede Henne hat nach EU-Recht Anspruch auf 750 Quadratzentimeter Fläche, ein Legenest, Einstreu und Vorrichtungen zum Kürzen der Krallen.

Nach Angaben der EU-Kommission gibt es europaweit 330 Millionen Legehennen. Davon seien 47 Millionen oder 14 Prozent in nicht gesetzeskonformen Käfigen untergebracht. Deren Eier dürften nicht mehr im normalen Sortiment verkauft werden, sondern allenfalls noch in industrieller Produktion verwendet werden.

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Ein Sprecher von EU-Verbraucherkommissar John Dalli erklärte, falls die 13 Staaten ihren Verpflichtungen nicht nachkämen, so habe dies nicht nur Folgen für den Tierschutz. Auch Marktverzerrungen sind laut Kommission möglich: Jene Unternehmen, die in die neuen Käfige investiert hätten, würden benachteiligt.

Bei den Staaten, die die Legehennen-Richtlinie noch nicht umgesetzt haben, handelt es sich um Belgien, Bulgarien, Frankreich, Griechenland, Italien, Lettland, die Niederlande, Polen, Portugal, Rumänien, Spanien, Ungarn und Zypern. Im Februar könnte die Kommission auch Großbritannien noch auffordern, das neue Gesetz anzuwenden. Im Frühjahr will die EU-Kommission Kontrolleure in die problematischen Länder schicken. Ob sie dort auch Hühnerställe inspizieren, ist aber noch unklar.

dpa

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