Europawahl: Alle Ergebnisse aus Nordhessen und Südniedersachsen

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Europawahl 2014: Auf HNA Online finden Sie alle Wahlergebnisse und viele Hintergründe.

Welche Parteien wollen die Menschen aus der Region im neuen Europaparlament vertreten sehen? Wir liefern alle Ergebnisse aus den Landkreisen und Städten. Besonders hervorgetreten in Hessen und Niedersachsen ist die Alternative für Deutschland (AfD), die auf Anhieb viele Stimmen auf sich vereinen konnte.

Diese Meldung wurde aktualisiert am Montag, 26. Mai, 8:25 Uhr.

Nach dem turbulenten Europawahl-Abend wollen die hessischen Parteien die Ergebnisse heute (Montag) beraten, ihre Kandidaten feiern oder ihre Wunden lecken. Denn während die CDU als stärkste Partei knapp vor der SPD lag, schnitt die europakritische Alternative für Deutschland (AfD) in Hessen auf Anhieb stark ab. Massive Verluste erlitt dagegen die FDP. Ein gutes Zeichen auch in Hessen: Wie in anderen Bundesländern auch gingen mehr Menschen in die Wahllokale als bei der Europawahl vor fünf Jahren. Die Beteiligung lag bei 42,2 Prozent (2009: 37,9 Prozent).

Europawahl 2014: Alle Ergebnisse aus den Landkreisen und kreisfreien Städten

- Stadt Kassel und Stadtteile

- Kreis Kassel

- Schwalm-Eder-Kreis

- Kreis Waldeck-Frankenberg

- Werra-Meißner-Kreis

- Kreis Hersfeld-Rotenburg

- Stadt und Landkreis Göttingen

- Kreis Northeim

 Stand 01.04 Uhr.

Nach dem vorläufigen Endergebnis erlitt die CDU in Hessen kräftige Verluste (minus 5,8 Prozent) und blieb mit 30,6 Prozent nur knapp stärkste Partei in Hessen. Es war ihr schwächstes Abschneiden bei allen Europawahlen. Die SPD legte um 5,9 Punkte zu und erreichte mit 30,3 Prozent ein Ergebnis auf Augenhöhe, weil sie auch in Hessen von ihrem europäischen Spitzenkandidaten Martin Schulz profitierte. "Ich freue mich heute sehr über ein offensichtlich sehr gutes Ergebnis in Hessen", twitterte SPD-Landeschef Thorsten Schäfer-Gümbel. Die Grünen kamen bei leichten Verlusten mit 12,9 Prozent auf den dritten Platz. Die Linkspartei konnte den Anteil auf 5,6 Prozent steigern.

Das Hessen-Ergebnis folgte damit weitgehend dem deutschlandweiten Trend. Allerdings lag die erst vor einem Jahr gegründete AfD mit 9,1 Prozent im Land deutlich über den knapp 7 Prozent, die bundesweit für sie erwartet wurden. Trotzdem stellt die hessische AfD absehbar keinen Abgeordneten in Europa. Nach Querelen im Landesverband hatten die hessischen Kandidaten auf der Bundesliste keine aussichtsreichen Plätze bekommen, wie Landesparteichef Gunther Nickel der dpa sagte. Der interne Streit sei aber beigelegt.

Rund 4,7 Millionen Einwohner Hessens waren am Sonntag zur Wahl aufgerufen, sie konnten zwischen 24 Parteien und Vereinigungen entscheiden. Hessen war bislang mit sechs Abgeordneten im Europäischen Parlament vertreten - je zwei von CDU und SPD, je einer von FDP und Grünen.

Landesergebnis Hessen

-CDU: 30,6% (-5,8 %)

-SPD: 30,3% (+5,9 %)

-Grüne: 12,9 % (-2,1 %)

-Die Linke: 5,6% (+1,7 %)

-AfD: 9,1% (+9,1 %)

-FDP: 4,1% (-8,5 %)

-Piraten: 1,5% (+0,6 %)

-Sonstige: 6.9%

WAHLBETEILIGUNG: 42,2%

CDU gewinnt in Niedersachsen - Viele Stichwahlen in den Kommunen

Nach dem klaren Sieg der CDU und den deutlichen Stimmzuwächsen der SPD analysieren die Parteien in Niedersachsen heute den Ausgang der Europawahl. Beide Seiten sehen sich als Sieger - das wurde am Sonntag in den Statements von Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) und seinem Vorgänger und CDU-Spitzenkandidat David McAllister bereits deutlich. Ein großes Aufatmen gab es bei der Wahlbeteiligung: Sie stieg in Niedersachsen deutlich von 40,5 Prozent vor fünf Jahren auf 49,1 Prozent.

Zur steigenden Wahlbeteiligung mit beigetragen haben dürften die 215 Direktwahlen von Bürgermeistern und Landräten im Land. In vielen Kommunen bleibt es dabei aber spannend: In der zweitgrößten Stadt Braunschweig sowie in Göttingen, Hameln und Lüneburg wird eine Stichwahl nötig. Auch Niedersachsens früherer Innenminister Uwe Schünemann (CDU) muss am 15. Juni erneut antreten: Bei der Bürgermeisterwahl in Höxter/NRW verpasste er einen klaren Karriereneustart und erhielt mit 34,4 Prozent im ersten Wahlgang weniger Stimmen als Amtsinhaber Alexander Fischer (SPD).

Die CDU gewann die Europawahl in Niedersachsen klar, sie kam nach dem vorläufigen amtlichen Endergebnis auf 39,4 Prozent, das waren 0,2 Prozentpunkte mehr als 2009. Die SPD gewann deutlich dazu, sie erreichte 32,5 Prozent nach 27,3 Prozent vor fünf Jahren. Die Grünen verloren leicht und kamen nur noch auf 10,9 Prozent (2009: 12,5 Prozent). Die FDP stürzte von 10,2 auf 2,5 Prozent dramatisch ab. Die Linken erzielten mit 4,0 Prozent genauso viel Stimmen wie 2009, die AfD kam auf 5,4 Prozent.

Im kleinsten Bundesland Bremen siegte die SPD - anders als im Bundestrend - erneut klar bei der Europawahl. Sie konnte dabei Stimmzuwächse verbuchen und kam auf 34,4 Prozent. Die CDU verlor leicht und erzielte 22,4 Prozent der Stimmen, auch die Grünen mussten Verluste hinnehmen, sie erreichten 17,6 Prozent. Die FDP stürzte im Land Bremen auf 3,3 Prozent, die Linke konnte leichte Zuwächse verbuchen und kam auf 9,6 Prozent. Die AfD erzielte 5,8 Prozent. In Bremen lag die Wahlbeteiligung bei 40,3 Prozent. (dpa)

Landesergebnis Niedersachsen

-CDU: 39,4% (+0,2%)

-SPD: 32,5% (+5,2%)

-Grüne: 10,9 % (-1,6%)

-Die Linke: 4,0% (+0,0%)

-AfD: 5,4% (+5,4%)

-FDP: 2,5% (-7,7%)

-Piraten: 1,2% (+0,4%)

-Sonstige: 4.1%

WAHLBETEILIGUNG: 49,1 %

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