Kommentar zur Europawahl: "Zurück in die Schulden?"

Kassel. Reformen sind wichtig für den Erhalt eines stabilen Euro, doch Frankreichs Staatschef Hollande versucht sie zu meiden. Das könnte eine Spaltung zwischen Deutschland und Frankreich bedeuten, meint Tibor Pézsa, Leiter der HNA-Nachrichtenredaktion. Ein Kommentar über die Folgen der französischen Europawahl für Deutschland:

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Das Theater, ob Martin Schulz oder sein Freund Jean-Claude Juncker EU-Kommissionspräsident werden, war schon im Wahlkampf ein Schmierenstück. Denn der eigentliche Konflikt in Europa verläuft nicht zwischen den beiden Politikern oder ihren Parteien im Europäischen Parlament. Die Kampflinie in Europa verläuft zwischen dem Europäischen Parlament und den nationalen Regierungen.

Das ist der Grund, warum die Zusammensetzung der Fraktionen im Europaparlament weit weniger wichtig ist als das politische Erdbeben in Frankreich. Der französisch-deutsche Motor Europas ist schwer beschädigt.

Daran schuld ist Francois Hollandes Angst vor Reformen, wie sie für den Erhalt eines stabilen Euro notwendig wären. Diese Spaltung zwischen Berlin und Paris ist eine größere Gefahr für die Europäische Union als jene rechten Parteien, die wegen der ungelösten europäischen Probleme gedeihen wie Pilze in warmem Regen.

Das Gespenst der Eurokrise kriecht wieder durch die Ritzen. Nicht in Brüssel und Straßburg. Aber in Paris, Athen und London. tpa@hna.de

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